Stadtchronik
um 790
Güterverzeichnisse der Salzburger Kirche weisen Besitzungen ad Trun, der Gegend um das heutige Traunstein, aus
10./11. Jh.
Kette von Wehranlagen („Burgställe“) östlich der Traun zwischen Traunstein und Siegsdorf
um 1120
Veste des Adelsgeschlechts der de Truna
1245
Erste Erwähnung von Trauwenstain
Anfang 14. Jh.
Erhebung zur Stadt
1314
Ein „Rat“ der Stadt wird urkundlich aufgeführt
1342
Älteste Urkunde des Stadtarchivs nennt die Kirche St. Oswald am Stadtplatz
1359
Gewährung weitreichender Salzhandelsprivilegien („Niederlags- und Stapelrecht")
1375
Bestätigung der Stadtrechte, darin Erwähnung eines nicht näher bezeichneten Brandunglücks (ir brief verbrunnen sind)
1400
Scheibenpfennig – ein Pfennig Zoll auf jede niedergelegte „Scheibe“ (= Maßeinheit, ca. 68 kg) Salz
1452
Erbauung der Kirche St. Johannes in Kammer, heute das älteste noch im Originalzustand erhaltene Gotteshaus im Stadtbereich
1486
Rathaus erstmals erwähnt
1493
Pflasterung der städtischen Gassen
1526
Lindlbrunnen am Stadtplatz errichtet
1587
Verstaatlichung des Salzhandels
ab 1617
Bau der Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein durch Vater und Sohn Hans und Simon Reiffenstuel
1619
Neuerbaute Saline Au nimmt ihren Betrieb auf
1630
Erstes Schulhaus an der nördlichen Turmseite der Oswaldkirche wird abgerissen und in die Schaumburgerstraße verlegt
1630/31
Bau der Salinenkapelle
1631
Pest kostet 117 Menschen – etwa einem Zehntel der Stadtbevölkerung – das Leben
1687–1690
Erbauung des Kapuzinerklosters
1704
Im Verlauf des Spanischen Erbfolgekriegs legen ungarische Panduren die Stadt Brand
1806
Säkularisation; Kapuziner müssen Traunstein für immer verlassen
1808
Postexpedition am Stadtplatz
1850
Verlegung des Pfarrsitzes von Haslach in die Stadt
1851
Zweiter Stadtbrand der Neuzeit zerstört nahezu die gesamte Altstadt
1854
71 Menschen sterben an der Cholera
1855
Lokalzeitung „Traunsteiner Wochenblatt" erscheint erstmals
1860
Anschluss an das Eisenbahnnetz auf der Hauptstrecke München–Salzburg
1875
Eröffnung der städtischen Schwimm- und Badeanstalt an der Siegsdorfer Straße
1891
Gründung des St.-Georg-Vereins zur Durchführung des Georgiritts am Ostermontag
1895
Lokalbahn Traunstein–Ruhpolding eröffnet
1897–1899
Erbauung der evangelischen Auferstehungskirche
1899
Hochwasserkatastrophe
1912
Auflassung der Saline
1914
Eingemeindung der Au
1919
Rote Revolutionsfahne am Rathaus; Einwohnerwehr entwaffnet den Grenzschutz und verhaftet die Soldatenräte
1922
Ortsgruppe der NSDAP gegründet; erster öffentlicher Auftritt Adolf Hitlers in Traunstein
1933
Gleichschaltung des Stadtrates; späterer Bürgermeister Rupert Berger im KZ Dachau
1944
Luise Rinser in Traunstein inhaftiert („Gefängnistagebuch")
1945
Bombenangriff auf den Bahnhof fordert mehr als 100 Tote
1946
Erstes gewähltes Stadtratsgremium der Nachkriegszeit
1948
Die Stadt wird kreisfrei (bis 1972)
1949
ca. 2.500 Flüchtlinge suchen eine neue Heimat
1957
Traunstein wird Bundeswehrstandort
1960
Heilig Kreuz wird zur zweiten Pfarrei erhoben
Daten zur neueren Stadtgeschichte von Traunstein
1972
Traunstein wird „Große Kreisstadt“: Erweiterung des Stadtgebiets im Zuge der Gebietsreform, Eingemeindung von Kammer und Hochberg
Amtsantritt von Oberbürgermeister Rudolf Wamsler als gemeinsamer Kandidat von CSU und Unabhängigen Wählern
1976
Städtepartnerschaft mit Gap (Frankreich)
1977
Eröffnung des Kulturzentrums im Stadtpark
1977
Einweihung der neuen Rettungswache der Freiwilligen Feuerwehr Traunstein
1978
Eingemeindung von Haslach und Wolkersdorf, Vergrößerung auf 17.000 Einwohner und 48.5 km2 Stadtgebiet
1980
Inbetriebnahme der Kläranlage am Traun-Ufer in Empfing
1984
Städtepartnerschaft mit Wesseling am Rhein
1985
Start der Wasserversorgung aus der Laubau
1986
Städtepartnerschaft mit Pinerolo (Italien)
1990
Wahl von Fritz Stahl (SPD) zum Oberbürgermeister
1992
Übergang des Stadtkrankenhauses in die Trägerschaft des Landkreises
1993
Städtepartnerschaft mit Haywards Heath
1995
Bayerische Landesausstellung „Salz macht Geschichte“ in Traunstein
1995–1998
Sanierung und Neubau des Rathaus-Komplexes als größte Investitionsmaßnahme in der Stadtgeschichte
1997
Abzug der Bundeswehrgarnison aus Traunstein
1999
Einweihung des neu gestalteten Stadtplatzes
2000
Mit der Einweihung des wieder erbauten Jacklturms erhält die Stadt ein Wahrzeichen zurück
2002
Ein Jahrhundert-Hochwasser verursacht hohe Schäden, aber die Dämme halten
2006
Ernennung von Papst Benedikt XVI. zum Ehrenbürger der Stadt Traunstein
2008
Wahl von Manfred Kösterke (UW) zum Oberbürgermeister