Stadt Traunstein

Start > Geschichte & Brauchtum > Wahrzeichen der Stadt > Jacklturm

Jacklturm


„Vielleicht die einzige Stadt Deutschlands zu sein, die weder Tore schmücken noch ein Turm…“ Mit diesen Worten klagte ein Traunsteiner Bürger, als nach der Feuersbrunst von 1851 die Brandruine des Jacklturms abgebrochen wurde. Der Wiederaufbau des stark beschädigten Turms sollte der Stadtkasse erspart werden, die durch den Brand ohnehin stark belastetet wurde. 150 Jahre später gelang es dem Förderverein Alt-Traunstein, die Lücke in der Silhouette der Stadt und des Stadtplatzes zu schließen. 1998 begannen die Bauarbeiten und zwei Jahre später wurde der „neue“ Jacklturm eingeweiht.

Als Teil der spätmittelalterlichen Befestigung durchlebte das auch als „Unterer Turm“ bezeichnete Bauwerk eine wechselvolle Geschichte. Die älteste Stadtansicht von Traunstein, ein Deckengemälde in der Münchner Residenz, zeigt den Jacklturm um 1590 als Wehrturm mit offenem Gang. Die Ausschau nach Brandherden war fortan auch seine Hauptfunktion. Ansonsten hatte der Turm vor allem repräsentativen Charakter. Auf alten Kupferstichen ist er nach mehreren Um- und Erweiterungsbauten mit spitzem Dach und Glockenturm zu sehen. Dieses Erscheinungsbild sollte er auch nach dem Stadtbrand vom 23. August 1704 beibehalten, bei dem er erneut schwer beschädigt wurde. 1787 taucht zum ersten Mal in einem Verzeichnis aller städtischen Gebäude der heute geläufige Name „Jacklturm“ auf. Allen Spekulationen und Deutungsversuchen zum Trotz bleibt die Herkunft dieses Namens bis heute ungeklärt.

 jacklturm-alt

 Jacklturm-neu



Mehr Informationen:

 

Förderverein Alt-Traunstein: Der Jacklturm