Stadt Traunstein

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Traunsteiner Sommerkonzerte 2014

Kammermusik auf höchstem Niveau von 03. bis 09. September im Kunstraum Klosterkirche

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“. Goethe hat es zwar etwas anders formuliert, aber recht hatte er. Traunsteiner Musikfreunde jedenfalls müssen keine weite Reise unternehmen, um in den Genuss von exzellenter Kammermusik und ausgezeichneter Interpreten zu kommen. Aber auch für alle anderen lohnt sich durchaus eine längere Anreise zu den 32. Traunsteiner Sommerkonzerten.

Von 3. bis zum 9. September reihen sich sieben Konzerte hintereinander. Eine vorangestellte Filmmatinee am 31. August ist die ideale Einführung, um sich ein Bild vom diesjährigen Portraitkomponisten Wolfgang Rihm zu machen. Zu sehen ist der Dokumentarfilm „Ich bin dein Labyrinth“ im Kino am Bahnhof in Traunstein. Dort findet am 07. September ein weiterer Programmpunkt statt. In einer zweiten Filmmatinee wird Wolfgang Rihms bei den Salzburger Festspielen 2010 uraufgeführte Opernfantasie DIONYSOS gezeigt.

Zum Greifen nah ist der Karlsruher Komponist übrigens während der Festwoche selbst, wenn er vom 4. bis 8. September bei den Konzerten persönlich anwesend sein wird.

Hörvergnügen garantieren nicht nur die Künstler der Traunsteiner Sommerkonzerte, die alle mehrfach preisgekrönt sind, sondern auch das Programm selbst. Es überzeugt mit seiner Ausgeglichenheit zwischen Klassik, Moderne und Gegenwartsmusik, zwischen bekannten Schätzen der Kammermusik und neu zu Entdeckendem. Zu hören sind nicht nur fünf Werke von Wolfgang Rihm und drei seiner Zeitgenossen. Auch aus dem klassischen Repertoire gibt es einige „Fundstücke“ und originelle Arrangements, wie sie das junge Kölner Signum saxophone quartet vorstellen wird.

Apropos Hörvergnügen: Wie in den Jahren zuvor stellt der Bayerische Rundfunk auch in diesem Sommer dem Traunsteiner Kammermusikfestival wieder einen Steinway D-Flügel zur Verfügung. Außerdem gibt es drei der Sommerkonzerte zum Nachhören. Der Medienpartner BR-Klassik nimmt die Konzerte am 3., 4. und 9. September auf und sendet sie zeitversetzt im Rahmen seiner Sendereihe „Festspielzeit“.

Mit vielen Künstlern gibt es bei den Traunsteiner Sommerkonzerten 2014 ein Wiedersehen: die Streichquartette Auryn und Danel, das Morgenstern Klaviertrio, der Klarinettist Jörg Widmann, die Cellisten Maximilian Hornung und Wen-Sinn Yang, die Pianisten Axel Bauni und Fazil Say – sie alle sind zum wiederholten Mal in Traunstein. Erstmals auf der Bühne im Kunstraum Klosterkirche stehen der Pianist Nicholas Rimmer, das Signum saxophone quartet sowie die Sopranistin Kristin Ebner.


Überblick über das Programm der Traunsteiner Sommerkonzerte 2014

31. August: Um eine Vorstellung von Rihms Schaffen für das Musiktheater zu geben, wird im Kino am Bahnhof ein Film über die Erarbeitung seiner Oper „Dionysos“ gezeigt. Diese Dokumentation der Münchener Filmemacherin Bettina Erhardt trägt den Titel „Ich bin dein Labyrinth. Wolfgang Rihm. Nietzsche, Dionysos“.

3. September: Die Konzertreihe beginnt mit dem Duo Maximilian Hornung und Nicholas Rimmer. Seine Traumstelle als Erster Solocellist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks hat Maximilian Hornung aufgegeben, um sich ganz seiner Solistenkarriere und der Kammermusik zu widmen. Nicholas Rimmer, unter anderem zweifacher Preisträger des Deutschen Musikrats, ist einer seiner bevorzugten Klavierpartner. Das Duo spielt Beethovens Sonate op. 69, Strawinskys „Suite Italienne“, Rihms „Von weit“ und Martinus Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1.

4. September: Pascal Moraguès, Weltklasseklarinettist, tritt zusammen mit dem Quatuor Danel auf. Dem Brahmsschen Quintett für Klarinette und Streichquartett op. 115 werden die „Vier Studien für Klarinette und Streichquartett“ von Rihm zur Seite gestellt.

5. September: Zum dritten Mal in Folge ist das Morgenstern-Trio (ARD-Preisträger 2007) zu Gast bei den Traunsteiner Sommerkonzerten. Die Musiker reisen mit den Klaviertrios op. 63 von Schumann, op. 8 von Schostakowitsch, op. 101 von Brahms sowie Rihms „Fremde Szenen III“ im Gepäck an.

6. September: Das Konzert fällt in mehrfacher Hinsicht aus dem Rahmen. Vier junge Saxophonisten geben – nach umjubelten Auftritten unter anderem in der New Yorker Carnegie Hall und der Philharmonie Köln – ihr Debüt in Traunstein. Das Signum saxophone quartet aus Köln feiert seit dem Gründungsjahr 2006 anhaltend Erfolge. Der Auftritt der vier Rising Stars (Echo 2014/2015) verspricht ein einziges Vergnügen zu werden. Zu hören ist Klassik und Moderne in „unerhörtem“ Bläserklanggewand. Grieg, Sibelius, Bartók und Schostakowitsch stehen unter anderem auf dem Programm. Gespielt wird mit faszinierender Brillanz, Musikalität und treffsicherem Stilempfinden.

7. September: Wolfgang Rihms Liederzyklus Heine zu „Seraphina“ und Richard Wagners „Wesendonck-Lieder“ sind die Programmpunkte des Liederabends. Axel Bauni, der seine Ohren für neue Talente in seiner  Klasse für Liedinterpretation, als Jurymitglied bei Wettbewerben sowie in Meisterkursen und Lieder-Werkstätten offen hält, bringt aus Berlin „seine“ Empfehlung mit: die Sopranistin Kristin Ebner. Zu den Liedern gesellen sich Duos für Cello (Wen-Sinn Yang) und Klavier (Axel Bauni) von Schumann. Mit einem Werk explizit für ein „virtuoses Cello“ geschrieben, wird noch einmal der Bogen zu Wolfgang Rihm geschlagen. Klaus Huber, der Komponist von „transpositio ad infinitum“, war einer von Rihms Lehrern. Mit großer Musizierlust wird sich Wen-Sinn Yang den technischen Aberwitzigkeiten stellen
In einer zweiten Filmmatinee wird an diesem Tag zudem im Kino am Bahnhof Wolfgang Rihms Opernfantasie „Dionysos“ von den Salzburger Festspielen gezeigt.

8. September: Der Abend mit dem Auryn Quartett beginnt mit Haydns letztem Streichquartett op. 103. Die Musiker leisten zudem ihren Beitrag zum Rihm-Jahr der Traunsteiner Sommerkonzerte mit dessen Streichquartett Nr. 3 „Im Innersten“ und beschließen das Konzert zusammen mit Wen-Sinn Yang und Schuberts Streichquintett C-Dur D 956.

9. September: Fazil Say hat seine Liebe zu Chopin entdeckt. Ende vergangenen Jahres nahm er dessen Klaviermusik in sein Recitalprogramm auf. Neben „Vier Nocturnes“ spielt Say bei den Traunsteiner Sommerkonzerten die Klaviersonate Nr. 2 op. 35 und – als kontrastreiches Gegengewicht – drei Sonaten von Mozart.

Karten für alle Veranstaltungen der Traunsteiner Sommerkonzertes sind erhältlich in der

 

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Mehr Informationen:

Website der Traunsteiner Sommerkonzerte