Stadt Traunstein

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Beständeübersicht Teil 1 – Archivbestand

Akten

vor 1870

Geordnet nach der Systematik der „Winke für die bayerischen Gemeindebehörden zum Ordnen ihrer Gemeindearchive“, innerhalb der summarischen Betreffe fein verzeichnet, erschlossen über Sach- und Namensregister, zusätzlich über die Suchfunktionen der entsprechenden Word-Dateien benutzbar; teilweise zeitliche Überschneidungen mit Bestand „Akten 1870–1972".

1870–1972

Geordnet nach der Systematik des Einheitsaktenplanes, dazu Karteien nach Sachbetreffen, Orts- und Personennamen, zusätzlich über die Suchfunktionen der entsprechenden Word-Datei benutzbar.

der vormals selbständigen Gemeinden

Au, (1914 eingemeindet), geordnet nach Registraturplan von 1880; Haslach, (1978 eingemeindet), Hochberg (1972), Kammer (1972), Wolkersdorf (1978); alle geordnet nach Einheitsaktenplan. Die in einem Findbuch zusammengefassten Beständen (auch über die Suchfunktionen der entsprechenden Word-Datei benutzbar) beinhalten jeweils die Serien der Rechnungen und Gemeinderatsprotokolle.

Bände

B IGrenz- und Hofmarksbeschreibung der Hofmarken und Edelsitze im Pfleggericht Traunstein  
B IIGrund-, Sal- und Stiftbücher von Kirchen und Stiftungen in den Landgerichten Traunstein und Marquartstein
B IIIInventare 1515–1816, erschlossen über chronologische und alphabetische Namensverzeichnisse
B IVHandwerk und Gewerbe (Handwerksartikel, Zunftbücher u.ä.)
B V Militaria
B VIAufenthaltsregister und Fremdenlisten 1846–1934
B VIZensurbücher der Stadtschule und der Salinenschule Au 1814–1850

 

Briefprotokolle 1571–1820

Regesten für den Zeitraum 1571–1743, der weitere Bestand derzeit in Bearbeitung; Ziel sind mit einem Personenregister erschlossene Regesten, die gemäß ihrer Bedeutung dem Standard der Urkunden entsprechen. Die bereits verzeichneten Briefprotokoll-Einträge sind über die Datenbank des Archivs sowie alternativ die Suchfunktionen der entsprechenden Word-Datei, der gesamte Bestand (eingeschränkt) über die Kartei des Heimatforschers Sepp Köstler („Köstler-Kartei") erschlossen und benutzbar.

Protokolle

des Rates (P I Ratsprotokolle; heute: Protokolle der Stadtratssitzungen) ab 1574

der Gemeindebevollmächtigten (Gemeindkollegium) 1819–1919

des Armenpflegschaftsrates 1836–1927

des Ausschüsse des Stadtrates:

   Bauausschuss ab 1953
   Finanzausschuss ab 1972
   Hauptausschuss ab 1972
   Krankenhausausschuss 1964–1991
   Kultur- und Sportausschuss ab 1973
   Lokalbaukommission 1874–1885
   Personalausschuss 1972–1974
   Planungsausschuss ab 1973
   Rechnungsprüfungsausschuss ab 1973
   Umweltausschuss ab 1990
   Werkausschuss ab 1973

Rechnungsserien

R 1Stadtkammerrechnungen ab 1466; Haushaltspläne
R 2Kommunalreservekasse 1828–1921
R 3Schuldentilgungskasse 1920–1927
R 4 Vermögen und Rechte der Stadt Traunstein ca. 1769–1885
(Salbücher, Stift- und Pachtregister, Bodenzins)  
R 5

Steuerregister, Aufschläge 1475–1804
Anm.: Bis zu den Montgelasschen Reformen lag die Steuerhoheit in Bayern nicht unmittelbar beim Landesherrn, sondern bei den Landständen. Die Steuern wurden jährlich von der Landschaft genehmigt und eingehoben. Ebenfalls zur Landschaftskasse eingezogen wurden die Steuern für Ehehalten (Dienstboten) und die Aufschläge (Verbrauchssteuern) auf Met, Bier, Branntwein und Fleisch. Außerdem wurden im Bedarfsfall vom Landesherrn direkt sogenannte Anlagen eingezogen (etwa für Militär- und Quartierkosten).Die Bürger der Stadt Traunstein zahlten Stadt- bzw. Standsteuern – ordinari und extraordinari Steuern –, Anlagen und Aufschläge. Ehehaltensteuer wurde ebenfalls erhoben.

R 6 Tax- und Sportlregister 1796–1910
R 7Fleischaufschlag 1817–1910
R 8Kriegs- und Quartierkosten 1745–1805
R 9Schranne, Märkte, Waagen 1817–1921
R 10Pflasterzoll 1859–1923
R 11Lokalmalz- und Bieraufschlag 1854–1924 
R 12Stadtforst 1834–1929/30
R 13Städtisches Torffeld 1918–1928
R 14 Verstaatlichung des Gemeindevermögens 1808–1817
R 15Stiftungsrechungen der Stadt Traunstein 1818–1873
R 16Kirchenrechnungen
    St. Oswald 1505–1765
    St. Georg und Katharina 1568–1764
    St. Veit und Anna in Ettendorf 1473–1800
    Heilig Geist 1752–1761
    Gemeinsame Kirchenrechnungen 1770–1807
    Belege (mit Sparz) 1822–1842
Anm.: Die gesamte Überlieferung der Kirchenrechnungen ist zwischen Stadt- und Pfarrarchiv St. Oswald aufgeteilt.
R 17Bruderschaftsrechnungen
    Allerseelenbruderschaft 1481–1778
    Corporis-Christi-Bruderschaft 1697–1753
Anm.: Die gesamte Überlieferung der Bruderschaftsrechnungen ist zwischen Stadt- und Pfarrarchiv St. Oswald aufgeteilt.
R 18Gruberscher und Daubrawaikscher Armenfonds 1809–1879
R 19Lokalarmenfonds, vereinigte Armenfondsstiftung 1857–1930
R 20Almosenrechnung, Armenpflege, Armenkasse 1679–1930
R 21Bruderhausstiftung 1571–1930
R 22Leprosenhaus, Spital, Krankenhausstiftung 1528–1930
R 23Cuno-Nigglsches Krankenhausbenefizium 1870–1930
R 24

Krankenversicherungen, Krankenvereine 1838–1942

R 25

Städtisches Liebeswerk 1922–1930

R 26Waisenhausstiftung 1886–1929, Maria-Huberscher Waisenfonds 1888–1929
R 27Kleinkinderbewahranstalt 1855–1930
R 28Suppenanstalt 1890–1929
R 29Schulfonds 1783–1930
R 30Gewerbliche Fortbildungsschule 1869–1927
R 31Bauhandwerkerschule 1902–1922
R 32Realschulpensionat 1882–1930
R 33Vormundschaftsrechnungen 1537–1811
R 34Zwangsanlehenskasse 1825–1879
R 35Bruderhausangerkasse 1876–1890
R 36Getreidegewölbsschuldentilgungskasse 1865–1892
R 37Auer Häuser 1915–1930
R 38Städtische Siedlungskasse 1919–1930
R 39Städtisches Leichenhaus 1871–1904
R 40Schwimmbad 1875–1929
R 41Stadtbeleuchtungskasse 1865–1893
R 42Stadtwerke 1918–1930
R 43Leichenhauskasse 1855–1908
R 44Friedhofsbetriebskasse 1903–1930
R 45Staatliche Brandversicherung 1829–1920
R 46Musterung 1830–1914
R 47Schützenrechungen und Schützenregister 1701–1789
R 50Rechnungen fremder Provenienzen  
    Kloster Seeon (1984 an Hauptstaatsarchiv abgegeben)
    Pfleggericht Traunstein 1580–1637, 1541–1640 (Auszüge); 1616, 1617

 

  

Urkunden

bis 1808

Regesten der Urkundenserie von 1342 bis 1808, benutzbar über eine chronologische Kartei (mit Aussteller, Siegler und Inhalt in einem Schlagwort), eine Kartei der Aussteller und Siegler, ein Orts-, Personennamen- und Sachregister, die Suchfunktionen der entsprechenden Word-Dateien sowie über die Datenbank des Stadtarchivs.
Eingearbeitet sind auch die Urkunden des Pfarrarchivs St. Oswald. Sie befinden sich im Original im Archiv des Erzbistums München-Freising sowie im Pfarrarchiv.

1808 bis 1902

Regesten der Urkundenserie ab 1808 bis 1902, benutzbar über ein Orts- und Personennamenregister.

des Traunsteiner Kapuzinerklosters (1690–1806)

Regesten der Kaufbriefe und Vorurkunden zum Klosterbau von 1498 bis 1690, 42 Urkunden, erschlossen durch ein Personen-, Orts-, und Sachregister. Die Originalurkunden befinden sich im Provinzialtsarchiv der Kapuziner im Münchner Kapuzinerkloster St. Anton (unter der Signatur „I 2 19/3“).

Beständeübersicht Teil 2 – Sammlungen, Deposita, Fremdbestände

Archivbücherei

Im Lesesaal steht dem Benutzer eine Präsenzbibliothek mit den gängigen historischen Standardwerken zur Verfügung. Die Bibliothek des Archivs (Ankäufe, Belegexemplare, Schenkungen) ist zusammen mit der sogenannten „Grauen Literatur“ (Broschüren, Festschriften, Schülerfacharbeiten, sonstige wissenschaftliche Arbeiten, unveröffentlichte Manuskripte) über die Datenbank erschlossen.

Bergwerke 1780–1905

Mischbestand staatlicher Provenienzen (Hüttenverwaltungen Bergen und Eisenärzt).

Foto- und Postkartensammlung

Historische Fotografien

Durch Personen- Orts- und Sachschlagwortkartei erschlossene Sammlung, vollständig digitalisiert.

Postkartensammlung

Die (so die eigentlich korrekte Bezeichnung) Ansichtskarten sind systematisch geordnet nach Orten und  Ereignissen. Der Bestand „Stadt Traunstein“, ca. 1600 Nummern, ist vollständig digitalisiert, die Erfassung über das Datenbankprogramm in Vorbereitung; er wird laufend durch Ankäufe und Tausch ergänzt.

Luftbilder

Über 300 Luftaufnahmen des Stadtgebiets, ca. 1900–1990, dabei auch Dokumentation der Luftangriffe 1945; vollständig digitalisiert.

Nachlass Büttner

Fotografien des Nachlasses ( Nachlässe) ca. 1900–1950 digitalisiert und über die Datenbank erfasst.

Nachlass Jilg

( Nachlässe)

Nachlass Meiche

Fotonachlass ( Nachlässe) vollständig über die Datenbank des Stadtarchivs erfasst.

Neuere Fotografien

Systematisch geordnet nach Orten und Ereignissen, dazu zum Teil Fotomaterial als Anlage zu den Akten, mit „Darin-Vermerk" gekennzeichnet, sowie verschiedene, auch digitale, Selekte.

Sammlung „Papst Benedikt

Umfangreiche Sammlung digitaler Fotografien zum Ehrenbürger der Stadt Traunstein Papst Benedikt XVI. (Josef Ratzinger).

Heimathaus-Manuskripte

Sammlung von Arbeiten und Manuskripten diverser Heimatforscher.

Historischer Verein

Unterlagen der Stiftung Heimathaus und des Historischen Vereins 1870–1980
 

Karten und Pläne

Systematische Erfassung der Karten und Pläne in den Akten sowie der vorhandenen Einzelstücke, Schwerpunkt Stadt und Landkreis Traunstein. Erschließung über Findbuch und die Datenbank des Stadtarchivs.

Landwehr 1818–1869

Fragmente

Nachlässe

Nachlass Franz Büttner
Schwerpunkte: Ortsgeschichte von Traunstein 1850–1950, dazu drei Bände Stadtchronik 1933–1950.

Nachlass Eckehard Jilg
Schwerpunkt: Reproduktionen historischer Fotografien, Bild- und Negativmaterial, systematisch geordnet.

Nachlass Otto Kögl
Schwerpunkte: Sammelhefte zur Heimatgeschichte von Traunstein und Umgebung, heimatkundliche Literatur.

Nachlass Sepp Köstler
Schwerpunkte: bäuerliche Urkunden aus den Landkreisen Laufen und Traunstein, Familiengeschichte, Literatursammlung, über die Datenbank des Stadtarchivs ( Bibliothek) erschlossen.

Kur- und Verkehrsverein (Ortsverschönerungsverein)
Mischbestand aus Akten der Stadt und des Vereins von 1860 bis zum 1. Januar 1975 (anschließend Übernahme der meisten Aufgaben des Vereins durch das Städtische Verkehrsamt).

Nachlass Alfred Mayer
Schwerpunkte: Berg- und Hüttenwesen im Chiemgau, Geschichte der Landgerichte Traunstein und Marquartstein, Archivalienabschriften.

Nachlass des Traunsteiner Fotoateliers Meiche 1920–1997
Umfangreicher Bestand an Porträtaufnahmen ab 1951, dazu Berg- und Landschaftsaufnahmen sowie Fotografien stadtgeschichtlicher Ereignisse.

Nachlass Erika Paetzmann
Schwerpunkt: Zeitungsausschnitte; Beiträge der in Traunstein beheimateten Journalistin Erika Paetzmann (1921–1977), regionale Korrespondentin für den Südost-Kurier, das Oberbayerische Volksblatt und die Süddeutsche Zeitung.

Nachlass Karl Schefzcik
Schwerpunkte: Vorgeschichte, Mittelalter.

Plakatsammlung

Zunächst einzeln auf Formblätter verzeichnet und laufend durchnumeriert, dazu Kartei mit Herausgebern und Schlagwörtern, inzwischen Erfassung über EDV, Eingabe des vorhandenen Bestandes abgeschlossen; derzeit über 5.000 Exemplare, jährlicher Zuwachs zwischen 100 und 200 Stück. Die Sammlung beschränkt sich mittlerweile ausschließlich auf Plakate, die im Zusammenhang mit der Stadt Traunstein stehen. Nr. 1–1060 auf Dias verfilmt.

Pfarrarchive

Die Archive der Pfarreien St. Oswald in Traunstein, Mariä Verkündigung in Haslach und St. Johann Baptist in Kammer wurden vom Stadtarchiv Traunstein geordnet und werden von diesem aktuell betreut. Die Bestände befinden sich in den jeweiligen Pfarrämtern, Repertorieneinsicht und zum Teil auch Benützung im Stadtarchiv möglich.

Sportverbände

Bestände BLSV-Kreis VI und Stadtverband für Leibesübungen nach 1945 sowie Sammlung von Festschriften zu Sportvereinen in Stadt und Landkreis Traunstein

Zeitungssammlung

Traunsteiner Wochenblatt
   ab 1855 nahezu vollständig, als Lokalzeitung bis heute existent (seit 2000 Traunsteiner Tagblatt)

Traunsteiner Nachrichten
   ab 1882 lückenhaft, 1949–1967 vollständig, anschließend Erscheinen eingestellt

Chiemgaubote
   Kampfblatt der NSDAP, 1931, 1933–1936

Südostkurier
   Alliierte Lizenzzeitung, 1947–1954

Anm.: Über die komplexe Geschichte der Traunsteiner Zeitungen informiert vorzüglich die Facharbeit von Alexandra Buchner: Entwicklung des Pressewesens in der Stadt Traunstein in den Jahren 1930 bis 1950 aus dem Jahr 1989; im Stadtarchiv unter der Signatur „WA 32" vorhanden und einsehbar.