Stadt Traunstein

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Jahresprogramm 2016  

 

Ausstellung STILLE mit Werken von Monika Bartholomé, John Schmitz und Wilhelm Neufeld
in Zusammenarbeit von Katholischem Bildungswerk und Städtischer Galerie Traunstein

 

Bartholomé

JohnSchmitz

Neufeld

 

li: Monika Bartholomé: Monika Bartholomé: ohne Titel, aus: Zeichnungen im neuen Gotteslob, 2011, 29,5 x 21 cm, Bleistift. © VG Bild-Kunst Bonn, 2016, Kolumba, Köln
mi: John Schmitz: ohne Titel, 2014, Tusche auf Papier
re: Wilhelm Neufeld: aus dem Mappenwerk Epitaph, 1995 (Detail)

 

Eindrucksvolle Beispiele aus dem Schaffen von drei sehr unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten sind in der Ausstellung „STILLE“ in der Städtischen Galerie Traunstein vereint und eröffnen auf vielschichtige Weise, wie die bildende Kunst als Brücke zu Kontemplation und innerer Einkehr  erfahren werden kann.

 

Gezeigt wird das gesamte Mappenwerk „Epitaph“ des 1995 verstorbenen Buchkünstlers Wilhelm Neufeld (*1908), großformatige Papierarbeiten des vielversprechenden Künstlers John Schmitz (*1969) und 26 Originalzeichnungen der namhaften, mehrfach ausgezeichneten Künstlerin Monika Bartholomé (*1950), die vom Kolumba Museum in Köln als Leihgaben für diese ganz besondere Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Abbildungen der Zeichnungen von Monika Bartholomé finden sich im neuen katholischen Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“. Seit seinem Erscheinen 2013 lösen diese Grafiken, die in einer Bildsprache der Gegenwartskunst gestaltet sind, die unterschiedlichsten Reaktionen aus.

 

Wilhelm Neufeld, dessen Werk einen bedeutenden Teil der städtischen Kunstsammlung ausmacht, bestückte sein letztes 1995 in der Methusalem-Presse gedrucktes Mappenwerk „Epitaph“ mit Holzschnitten und ausgewählten Texten aus 50 Jahren intensivsten Künstlerlebens. Es ist somit sein künstlerisches Vermächtnis, nachgetragene Liebe an seine verstorbene Frau Lotte, aber auch die Quintessenz eines zugleich hellwachen und melancholischen Menschen, der seine bildnerischen Sujets zu Chiffren für das geistige Ideal der Einfachheit und Einheit alles Lebendigen verdichtet hat.

 

John Schmitz kam erst nach einer Handwerksausbildung zur Kunst und hat sich in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf als professioneller Künstler erworben, der in seinen oft großformatigen Arbeiten nach innerer Stille strebt. Als künstlerisches Mittel verwendet er dafür konzeptionelle Reihung und rhythmische Texturen, umgesetzt in einer feinen, Helldunkelnuancierungen bevorzugenden Tonigkeit. Der Prozess des Bildermachens ähnelt bei ihm einem meditativen Akt, Leere und Konzentrationen fallen in eins und alle den Schaffens- und Wahrnehmungsprozess störenden Gedanken des einordnenden Verstandes können zur Ruhe kommen.

 

Wer das neue „Gotteslob“ der katholischen Kirche in die Hand nimmt, stößt neben den vielen Liedern und Gebeten auf die Grafiken von Monika Bartholomé, die in ihrer extremen Beschränkung auf wenige sparsame Linien und in ihrem kleinen Format große Kunstwerke von autonomer Kraft sind. Monika Bartholomés Zeichnungen erzählen keine Geschichten und lassen sich nicht eindimensional interpretieren als ein Abbild unserer sichtbaren Wirklichkeit, sondern können für den einfühlsamen Betrachter der Schlüssel sein zu „Denk- und Empfindungsräumen“, wie es die Künstlerin einmal selbst formulierte.

 

Umfangreiches Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit dem katholischen Bildungswerk (siehe Link zur Einladung).

Vernissage: Freitag, 8. April um 19 Uhr
Ausstellung: 9. April bis 22. Mai 2016

 

Einladungskarte 

Plakat

 

 

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