Stadt Traunstein

Start > Tourismus > Papst Benedikt XVI. in Traunstein > Enthüllung der Bronzebüste Papst Benedikt XVI. vom 8. Juli 2007

Symbol der Verbundenheit mit Benedikt XVI.

Bronzebüste von Papst Benedikt XVI. vor der Stadtpfarrkirche enthüllt

Am 8. Juli 1951 feierte Papst Benedikt XVI. mit seinem Bruder Georg Ratzinger in der Traunsteiner Stadtpfarrkirche St. Oswald seinen Primizgottesdienst. Auf den Tag genau 56 Jahre später enthüllten Oberbürgermeister Fritz Stahl, Prälat Prof. Dr. Georg Ratzinger und Stadtpfarrer Sebastian Heindl vor der Primizkirche eine Bronzebüste von Papst Benedikt XVI. Das Kunstwerk des Surberger Künstlers Johann Brunner ist ein nachträgliches Geschenk der Stadt Traunstein anlässlich des 80. Geburtstages des Papstes. Die kleine Feierstunde wurde von der Stadtmusik Traunstein unter der Leitung von Augustin Spiel mit einem Standkonzert umrahmt. Nach dem Gottesdienst schossen die Gebirgsschützen einen Ehrensalut.

Der Oberbürgermeister erinnerte in seiner Ansprache daran, wie vor zwei Jahren die Wahl Joseph Ratzingers zum Papst mit einem spontanen Gottesdienst gefeiert wurde. Danach habe die Stadt mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen die herzliche Verbundenheit mit Benedikt XVI. gezeigt. „Ein besonderes Ereignis war am 8. Februar 2006 die Übergabe der Ehrenbürgerurkunde im Vatikan“, sagte Stahl. Ebenso erwähnte er ausdrücklich die Aktion für die Benediktglocke und die verantwortungsvolle Berichterstattung des Traunsteiner Tagblatts und der anderen örtlichen Medien. Im November 2006 habe der Stadtrat beschlossen, dem Ehrenbürger ein Denkmal zu setzen. Von einer Arbeitsgruppe sei das Werk von Johann Brunner ausgewählt worden.

Das Stadtoberhaupt verlas auch eine Grußadresse von Papst Benedikt XVI. Er erinnere sich mit Freude an den Sonntag im Jahr 1951, als er nach der Priesterweihe in Freising seine erste heilige Messe in St. Oswald gefeiert habe, schreibt der Papst. Er dankte der Traunsteiner Bürgerschaft für die Büste, die er als ein Symbol der Verbundenheit mit Traunstein bezeichnete. Das Bronzebild möge Erinnerung sein, den Ruf in die Nachfolge Christi zu hören und ihm zu folgen.

Mit bewegenden Worten berichtete Prälat Ratzinger von der ersten Begegnung mit Traunstein vor 70 Jahren, als ihr Vater als Polizist von Aschau nach Traunstein kam. „Die Verbundenheit mit Traunstein ist stets geblieben. Die Stadt hat uns das ganze Leben begleitet“, betonte er. Als Beispiele nannte er das Elternhaus in Hufschlag, die Pfarrkirche St. Oswald, der Erzbischöfliche Studienseminar und das Predigerhaus in der Mittleren Hofgasse. Die Einweihung der Bürste sei ein feierlicher Tag. Ratzinger beglückwünschte den Künstler zum gelungenen Werk.

„Der Landkreis Traunstein ist reich an Kunstschätzen, vor allem auch an Kirchen“, sagte der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser. Selten stehe die Kunst allerdings vor der Kirche. Mit dem Werk und seinem Standort setze Traunstein ein Zeichen. Joseph Ratzinger habe 1951 seine Primiz gefeiert. Wir würden auch die Stationen seines früheren Lebens kennen wie den Zuzug nach Hufschlag 1937, den Besuch des Chiemgau-Gymnasiums im selben Jahr und den Eintritt zwei Jahre später in das Erzbischöfliche Studienseminar. „Papst Benedikt XVI. wird sich darüber freuen, dass diese gut gelungene Büste hier aufgestellt wird“, erklärte Konhäuser. Für viele Besucher Traunsteins werde sie eine weitere Attraktion auf dem Benediktweg sein, andere würden sich über sie als ein Zeichen der Verbundenheit zwischen dem Papst und der Stadt freuen.

Von einer Herausforderung, den Papst zu porträtieren, sprach der Künstler Brunner, denn er könne sich einer gesteigerten Aufmerksamkeit gewiss sein. Die Bronzebüste ist seinen Worten zufolge ein multimediales Projekt, denn es ist mit Hilfe von Computer und Internet-Recherche zustande gekommen. Das Modell in Ton sei allerdings bereits mit dem Händen und Holzwerkzeugen hergestellt worden, sagte er. Mit einer eigenen Metalllegierung habe er Einfluss auf die Gusshaut, die Patina, genommen. Das Ergebnis sei eine strukturelle Oberfläche. Die Büste habe nur eine geringe Überlebensgröße. Sei Ziel sei es gewesen, den christlichen Gelehrten und geistlichen Intellektuellen darzustellen. © Günter Buthke

 Papstbüste01

 Papstbüste02

 Papstbüste03

Papstbüste04 

 Papstbüste05

Papstbüste06 

 Papstbüste07

Papstbüste08 

 Papstbüste09

Papstbüste10 

 Papstbüste11

Papstbüste12 

 Enthüllung Papstbüste (1)

Enthüllung Papstbüste (2) 

 Enthüllung Papstbüste (3)

Enthüllung Papstbüste (4) 

 Enthüllung Papstbüste (5)

Enthüllung Papstbüste (6) 

 Enthüllung Papstbüste (7)

Enthüllung Papstbüste (8) 

 Enthüllung Papstbüste (9)