Stadt Traunstein

Start > Tourismus > Papst Benedikt XVI. in Traunstein > Mit Papst-Broschüre auf Spurensuche

Mit neuer Papst-Broschüre auf Spurensuche - Oberbürgermeister überreichte das erste Exemplar an Urlauber

Mit einer neuen Broschüre der Stadt Traunstein können Einheimische und Touristen auf den Spuren von Papst Benedikt XVI. den Traunsteiner „Benediktweg“ erkunden. Unter anderem führt der Weg zum einstigen Wohnhaus der Familie Ratzinger in Hufschlag und zur Stadtpfarrkirche St. Oswald, in der Joseph Ratzinger am 8. Juli 1951 seine Primiz feierte. „Auf den Spuren des Papstes gibt es in Traunstein einiges zu entdecken“, so Oberbürgermeister Manfred Kösterke bei der Vorstellung der neuen Wegbroschüre. Das erste Exemplar überreichte er in der Tourist-Information an ein Urlauber-Ehepaar aus dem Taunus. „Noch in dieser Woche möchten wir mit dem Fahrrad die einzelnen Stationen abfahren“, sagten Ralf und Gerlinde Theisinger. Neben den informativen Texten, die Stadtarchivar Franz Haselbeck geschrieben hat, lobten die beiden vor allem das handliche Format. Die Orientierung erleichtert ein Stadtplan, auf dem die Routen und Stationen eingezeichnet sind.

Die Wegbroschüre, die in einer Auflage von 10 000 Stück in der Druckerei Miller gedruckt wurde, beschreibt die Stationen des jungen Joseph Ratzinger in seiner „Vaterstadt“ Traunstein. Bei einer Wanderung oder einer Radtour kann man die einstigen Wirkungsstätten des heutigen Kirchenoberhaupts besuchen und dabei auch die kulturellen, architektonischen und landschaftlichen Schönheiten der „Stadt vor den Bergen“ kennenlernen. Es bietet sich an, zunächst einen Spaziergang durch die Traunsteiner Innenstadt zu unternehmen. Beginnend vom so genannten „Predigerhäusl“ in der Mittleren Hofgasse, wo für einige Jahre nicht nur Georg Ratzinger, der ältere Bruder des Papstes, sondern auch die Eltern wohnten, gelangt man auf den Stadtplatz zur Pfarrkirche St. Oswald, die Papst Benedikt XVI. nach wie vor als „heimatliche Pfarrkirche“ bezeichnet. Hier lohnt es sich, etwas länger zu verweilen und sich anhand der aufliegenden Kirchenführer und der kleinen Papst-Ausstellung näher zu informieren.

Auch im Traunsteiner Rathaus dokumentiert eine Ausstellung die Verbundenheit von Papst Benedikt XVI. zu seiner „Vaterstadt“. In den Schaukästen im Eingangsbereich befindet sich unter anderem das Goldene Buch der Stadt mit dem Eintrag von Joseph und Georg Ratzinger anlässlich ihres offiziellen Besuchs am 12. Mai 2002. Zu sehen ist auch eine Kopie der Ehrenbürger-Urkunde mit dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates, „seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. in Anerkennung seiner Persönlichkeit und der persönlichen Verbindungen zu Traunstein als ‚seiner Vaterstadt’ das Ehrenbürgerrecht der Stadt Traunstein zu verleihen“.

Weitere Stationen sind das Chiemgau-Gymnasium und die Gebäude des Landratsamts und der Musikschule, in denen der junge Joseph Ratzinger das „Humanistische Gymnasium“ besuchte. Vom Studienseminar auf der Wartberghöhe kann man den Schulweg in die Stadt nachgehen. In der Wegbroschüre wird ausführlich auf die Geschichte dieser 1929 von Michael Kardinal Faulhaber als „Priesterseminar“ für den Chiemgau gegründeten Institution eingegangen und die bis zum heutigen Tag bestehende Verbundenheit des Papstes mit dem Internat seiner Jugend geschildert. Wem sich die Möglichkeit eröffnet, einen Blick in die Kirche des Studienseminars oder in das Seminar selbst zu werfen, der sollte dies nicht versäumen.

Nicht fehlen darf auch ein Besuch im „Paradies der Kindheit“ – so nannte Joseph Ratzinger in seiner Autobiographie „Aus meinem Leben“ sein Zuhause in Hufschlag, das seine Familie nach der Pensionierung des Vaters 1937 bezogen hatte. Von diesem alten, heute nicht mehr bewohnten „Sachl“, an dem die Gemeinde Surberg im Jahr 2006 eine Gedenktafel hat anbringen lassen, führt der landschaftlich schönste Teil des „Benediktwegs“ über das Ettendorfer Kircherl nach Traunstein. Neben der Möglichkeit, Teile des Weges auch mit dem Auto oder dem Bus anzufahren, ist es sicher eine reizvolle Variante, mit dem Zug vom Traunsteiner Bahnhof nach Hufschlag zu gelangen und von dort in die Stadt zu wandern. Diese Möglichkeit bietet die Traunsteiner Tourist-Information von Mai bis September auch als Stadtführung an. Treffpunkt ist immer am ersten Mittwoch im Monat um 16 Uhr in der Schalterhalle des Traunsteiner Bahnhofs. Wer den „Benediktweg“ nicht auf eigene Faust erkundet, sondern an einer Führung teilnimmt hat den Vorteil, dass er dabei auch das Ettendorfer Kircherl von innen besichtigen kann.

Die neue Wegbroschüre zum Traunsteiner „Benediktweg“ liegt kostenlos unter anderem im Rathaus und der Tourist-Information aus. Ausführliche Informationen gibt es auch im Internet unter www.traunstein.de oder bei der Tourist-Information im Stadtpark.

Papstbroschüre Bild

Einheimische und Touristen können sich mit einer neuen Broschüre der Stadt Traunstein auf die Spuren von Papst Benedikt XVI. begeben. Das erste Exemplar überreichte Oberbürgermeister Manfred Kösterke an das Urlauber-Ehepaar Ralf und Gerlinde Theisinger aus dem Taunus. Noch in dieser Woche möchten die beiden mit dem Fahrrad die Stationen des Traunsteiner „Benediktwegs“ besuchen.

Papst Benedikt