Neue Orgel als Primiz-Geschenk für den Papst - Zur Diamantenen Primiz am 8. Juli 2011 soll die Finanzierung gesichert sein
Wenn Papst Benedikt XVI. in zwei Jahren das Diamantene Jubiläum seiner Primiz feiert, möchte ihm die Bürgerinnen und Bürger seiner „Vaterstadt“ Traunstein ein ganz besonderes Geschenk bereiten: In der Stadtpfarrkirche St. Oswald, in der Joseph Ratzinger am 8. Juli 1951 seine ersten Heilige Messe nach der Priesterweihe zelebrierte, soll eine neue, nach dem Papst benannte Kirchenorgel erklingen. Spätestens zum 60. Jahrestag der Primiz möchten die Orgelfreunde St. Oswald die Finanzierung des Papst-Benedikt-Orgelwerks abgeschlossen haben, wie Vorsitzender Wolfgang Berka in der Hauptversammlung ankündigte. „Wir haben ein ehrgeiziges Ziel und wir werden es mit Unterstützung der Traunsteiner Bürger auch erreichen.“
Im Vorfeld ihrer Versammlung konnten sich die Orgelfreunde bei einem Besuch in der Stadtpfarrkirche St. Oswald vom prekären Zustand der alten Orgel überzeugen. „Alle Experten sagen uns, dass eine weitere Renovierung nicht sinnvoll wäre“, berichtete Kirchenmusiker Manfred Müller. Nach den Planungen der Kirchenverwaltung und des Orgelvereins wird das neue Papst-Benedikt-Orgelwerk aus zwei Teilen bestehen: Im ersten Schritt ist die kleine Orgel im Altarraum an der Reihe, im zweiten Schritt die große Orgel auf der Empore.
Stadtpfarrer Sebastian Heindl überbrachte den Besuchern die frohe Kunde, dass die Planungen für den ersten Teil des Papst-Benedikt-Orgelwerks vom Ordinariat und vom Denkmalschutz abgesegnet sind und noch in diesem Jahr umgesetzt werden können. Dank des Engagements der Orgelfreunde ist die Finanzierung des rund 200 000 Euro teuren Instruments für den Altarraum bereits gesichert. Weitere 800 000 Euro benötigt man für die Hauptorgel auf der Empore: Hier wird in das historische Orgelgehäuse aus dem Jahr 1856 ein komplett neues Instrument eingebaut, das klanglich der Stilrichtung der ursprünglichen Orgel folgt.
Nach dem Besuch in der Stadtpfarrkirche wurde die Hauptversammlung mit den satzungsgemäßen Formalien im Pfarrheim fortgesetzt. Vorsitzender Wolfgang Berka berichtete, dass inzwischen der Verkauf der Orgel-Zertifikate begonnen habe, die einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Projekts leisten sollen. „Die Aktion ist erfolgreich gestartet“, sagte Berka. Seit der Zeichnung des ersten Zertifikats durch Oberbürgermeister Manfred Kösterke im Mai seien bereits 20 000 Euro eingenommen worden. Ausdrücklich dankte Berka für die Unterstützung der Stadt Traunstein und des Oberbürgermeisters, der auch die Anregung machte, die Finanzierung des Papst-Benedikt-Orgelwerks bis zur Diamantenen Primiz am 8. Juli 2011 abzuschließen.
Die Bürger haben die Chance, sich durch den Kauf der Zertifikate am Geschenk für den Papst zu beteiligen. Auf den Zertifikaten, die der Künstler Walter Angerer gestaltet hat, sind die Traunsteiner Stadtpfarrkirche, das historische Orgelgehäuse, das Wappen und das Porträt von Papst Benedikt XVI. gedruckt. Die Zeichnungsformulare für die Zertifikate im Wert von 50, 100, 500 oder 1000 Euro gibt es unter anderem im Pfarramt St. Oswald, bei der Spendenbeauftragen Rosemarie Kotter und auf der Internetseite der Orgelfreunde (www.benediktorgel.de) sowie auf der Seite der Stadt Traunstein (www.traunstein.de). Der Internet-Auftritt wird bald auch in einer englischen und italienischen Sprachversion zur Verfügung stehen, um international für das Papst-Benedikt-Orgelwerk Werbung zu machen.

Haben sich die Finanzierung des Papst-Benedikt-Orgelwerks zum Ziel gesetzt: Die Orgelfreunde der Pfarrei St. Oswald mit (v.l.) Kirchenmusiker Manfred Müller, Spendenbeauftragter Rosemarie Kotter, Stadtpfarrer Sebastian Heindl und Vorsitzender Wolfgang Berka.