Oberbürgermeister erwirbt Orgel-Zertifikat Nr. 1 - Papst Benedikt ist Namensgeber für neues Orgelwerk in St. Oswald
Mit einer groß angelegten Bürgeraktion möchten die Orgelfreunde der Pfarrei St. Oswald eine Million Euro sammeln, um für die Traunsteiner Stadtpfarrkirche eine neue Orgel zu finanzieren. Der Namensgeber für das Projekt ist kein geringerer als Papst Benedikt XVI., der bereits einer entsprechenden Anfrage aus seiner „Vaterstadt“ Traunstein zugestimmt hat. Sein Bruder Georg Ratzinger, ehemaliger Chorregent in St. Oswald, übernimmt die Schirmherrschaft. Durch den Erwerb von Zertifikaten kann jeder Bürger einen Beitrag zur Finanzierung des Papst-Benedikt-Orgelwerks leisten. Zum Auftakt der Bürgeraktion hat Oberbürgermeister Manfred Kösterke das erste Zertifikat erworben, das ihm Stadtpfarrer Sebastian Heindl und der Vorsitzende der Orgelfreunde, Wolfgang Berka, dieser Tage im Rathaus überreichten.
Das Zertifikat des Oberbürgermeisters trägt die Nummer 000001. „Wir wenden uns an die Bürger dieser Stadt, damit das Geld möglichst schnell zusammenkommt. Da ist es eine schöne Geste, dass gewissermaßen der ‚erste Bürger’ von Traunstein auch das erste Zertifikat erwirbt“, freute sich Berka. Aufgrund des hohen Alters der Ratzinger-Brüder, die 1951 in der Traunsteiner Stadtpfarrkirche ihre Primiz feierten, stehe das Orgelprojekt unter einem gewissen Zeitdruck, da eine Verwirklichung zu Lebzeiten angestrebt wird. Aus diesem Grund werde es auch in zwei Schritten verwirklicht: In der ersten Phase sei die Chororgel im Altarraum an der Reihe, bevor im zweiten Schritt die Hauptorgel auf der Kirchenempore erneuert werde. Da auf die kleinere Orgel laut Berka nur ein Fünftel der Gesamtkosten entfällt, ist ihre Finanzierung bereits gesichert. Sobald der Auftrag an den Orgelbauer vergeben ist, dauert es etwa zwei Jahren bis die neue Orgel beim Gottesdienst erklingt. Deutlich teurer als die Orgel im Altarraum wird die Hauptorgel auf der Empore, da aus Gründen des Denkmalschutzes das historische Gehäuse – es stammt noch aus der Zeit nach dem Stadtbrand von 1851 – erhalten werden muss.
Trägerin des Projekts ist die Kirchenverwaltung, die Finanzierung haben sich die Orgelfreunde auf die Fahne geschrieben. Die Zertifikate, die der Künstler Walter Angerer gestaltet hat, werden im Wert von 50, 100, 500 und 1000 Euro angeboten. „Wir wollen zusammen mit den Traunsteiner Bürgern, den Geschäftsleuten, den Vereinen und der Stadt alle Register ziehen, damit das Papst-Benedikt-Orgelwerk Wirklichkeit werden kann“, so Berka. Oberbürgermeister Manfred Kösterke wird sein Orgel-Zertifikat in einem schönen Rahmen in seinem Büro aufstellen. Auf dem Zertifikat sind die Stadtpfarrkirche St. Oswald, das historische Orgelgehäuse, das Wappen und das Porträt von Papst Benedikt XVI. abgebildet. Zeitleich mit der Bürgeraktion startet auch die Internetseite www.benediktorgel.de, auf der die Orgelfreunde in mehreren Sprachen für ihr Vorhaben werben.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke hat das erste Zertifikat für das Papst-Benedikt-Orgelwerk in der Traunsteiner Stadtpfarrkirche erworben. Bei einem Treffen im Rathaus überreichten es Stadtpfarrer Sebastian Heindl (links) und der Vorsitzende der Orgelfreunde St. Oswald, Wolfgang Berka. Die Orgelfreunde wollen im Rahmen der Bürgeraktion eine Million Euro sammeln.