Eschensterben am Guntramshügel

Wissenschaftliche Begleitung – Baumfällungen unvermeidbar

Die Stadt Traunstein hat bei der Kontrolle der alten Eschen im Bereich des Guntramshügels in den vergangenen Jahren zunehmend mehr und mehr Pilzbefall festgestellt. Dabei handelt es sich um eine komplexe Erkrankung, die speziell bei Eschen mit dem seit vielen Jahren grassierenden Eschentriebsterben beginnt.

Dieses Eschentriebsterben ist im Anfangsstadium nicht auffällig: Ein unscheinbarer Pilz, das falsche Stengelbecherchen, befällt den Baum. Nach der Infektion sterben in den Eschenkronen zuerst die dünnen Feinäste ab und bei fortschreitendem Befall auch dickere Äste.

In der Folge dringen holzzersetzende Pilze wie der Hallimasch in die Wurzeln der befallenen Eschen ein. Sie zersetzen die Wurzeln, was je nach Bodenfeuchte dazu führen kann, dass die Bäume nicht mehr stabil stehen. 

In den vergangenen Jahren sind bayernweit immer häufiger große und schwere Eschen umgefallen, obwohl sie noch belaubt waren. Denn während die Pilze die Wurzeln zersetzen, bildet der Baum oft neue dünnere Wurzeln, die ihn zwar mit Wasser und Nährstoffen versorgen, ihm aber keine stabile Verankerung im Boden bieten.

Am Guntramshügel haben die Mitarbeiter der Stadt Traunstein an einigen sehr alten Eschen dichten Pilzbefall entdeckt.  Diese Bäume sind nicht mehr stabil und müssen deshalb gefällt werden, um die Sicherheit der Menschen gewährleisten zu können.

Die Stadt hat in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit Experten gesucht: Die Fakultät für Forstwirtschaft (HAWK) in Göttingen führt am Guntramshügel eine wissenschaftliche Untersuchung durch. Mit Hilfe der Ergebnisse können die Auswirkungen der Infektionen mit den beiden Pilzarten auf die Standsicherheit kranker Eschen besser eingeschätzt werden. Dafür werden ein oder zwei Bäume bis zum Umkippen belastet. Während dieser Belastungstests werden hochauflösende Messinstrumente eingesetzt.

Diese Untersuchung von zwei Eschen wird am Dienstag, 30. Januar, durchgeführt. Dabei kommt es zu geringfügigen Einschränkungen für Spaziergänger. Aus der Untersuchung erschließt sich dann die Zahl der zu fällenden Bäume.

Leider haben wir keinen Alternativtext zu diesem Bild, aber wir arbeiten daran.
Eine wissenschaftliche Untersuchung findet am Dienstag, 30. Januar, an den Eschen am Guntramshügel statt. Sie soll Klarheit bringen, wie standfest die von Pilzen geschädigten Bäume sind. Foto: Stadt Traunstein