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Mehr Platz für Schule der Phantasie und „Offenes Atelier“

Umzug in neue Räume am Karl-Theodor-Platz 4

Die Schule der Phantasie und das „Offene Atelier“ sind umgezogen: vom Stadtplatz 38 zum Karl-Theodor-Platz 4. Bei einem Besuch des neuen Atelierraumes hat sich Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer persönlich davon überzeugen können, dass die neuen Räumlichkeiten für die Grundschulkinder der Schule der Phantasie und für die Jugendlichen, die in das Offene Atelier kommen, hervorragend geeignet sind – auch wenn sie derzeit wegen Corona geschlossen sind.

Dr. Christian Hümmer informierte sich vor Ort bei Kursleiter Horst Beese über das während der Pandemiezeit machbare Ersatzangebot. Das geplante Eröffnungsfest mit ganz vielen Kindern, Jugendlichen und Gästen muss nun erst einmal verschoben werden, aber die Leiterin der Schule der Phantasie, Judith Bader, und der Oberbürgermeister waren sich einig, dass die Einweihungsfeier der neuen Räume so bald wie möglich nachgeholt wird.

Die Schule der Phantasie gibt es seit 33 Jahren in Traunstein. Hunderte von Kindern zwischen sechs und zehn Jahren haben mittlerweile an den Jahreskursen teilgenommen, um in einer geschützten Atmosphäre zusammen mit ausgebildeten Künstlerinnen und Künstlern bildnerisch zu gestalten. Im Vordergrund steht dabei die freie Entfaltung der schöpferischen Phantasie, ohne Leistungszwang und Notendruck. Gefördert werden Experimentierfreude, die Lust am gestalterischen Tun und das Finden von Alternativen. Im Prozess des bildnerischen Gestaltens können persönliche Erlebnisse und Stimmungen einen Ausdruck finden, der auch bei der Verarbeitung und Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen, von Ängsten und Konflikten helfen kann.

Die aktuelle Schließung der Schule der Phantasie als Lernort außerschulischer Bildung stellt deshalb in der aktuellen Krisenzeit, in der die Kinder von Sorgen und Einschränkungen besonders betroffen sind, einen starken Einschnitt dar. Für die Verantwortlichen in der Schule der Phantasie steht daher fest, dass Wege gefunden werden müssen, wie die Verbindung mit den Kurskindern aufrechterhalten werden kann.

Wie bereits im Frühjahrs-Lockdown sind Alessia von Mallinckroth und Horst Beese, die als Künstler die Kurse begleiten, dazu übergegangen, alternative, kontaktlose Projekte zu entwickeln. So werden derzeit jede Woche Kunst-Carepakete zusammengestellt, die abgeholt werden können. Darin enthalten sind die unterschiedlichsten Materialien, mit denen die Kinder zum kreativen Schaffen zuhause angeregt werden.

Auch digitale Angebote in Form von kurzen Lernfilmen, wie man zum Beispiel mit Gipsbinden einen Kopf modelliert oder aus Abfallmaterial einen Drachen bastelt, können sich die Kinder auf der Webseite der Schule der Phantasie ansehen. Das Angebot wird gut angenommen. Aber eines ist ebenfalls klar: auch die schönste Materialkiste und das informativste Tutorial können die Präsenzkurse und die Gemeinschaft nicht ersetzen und einige der Kinder werden auf diesem Wege gar nicht mehr erreicht.

 

Veröffentlicht am 14.12.2020
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