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Mehr Sicherheit für Kammerer Grundschüler

OB Hümmer spricht sich für Tempo 30 aus

Immer wieder kommt es in Kammer für die Kinder auf ihrem Weg zur Schule zu gefährlichen Situationen, zuletzt im September am Fußgängerüberweg auf der Kreisstraße TS 1 nahe der Grundschule. Zwei Schulkinder waren aus dem Bus ausgestiegen und überquerten bei „Grün“ den Zebrastreifen. Ein Pkw-Lenker fuhr dabei unter Missachtung des Rotlichts los und konnte nur noch sehr knapp vor den Kindern abbremsen.

Um sich ein Bild von der dortigen Gefahrenlage zu machen und Verbesserungsmöglichkeiten zu finden, trafen sich am Donnerstagmorgen kurz vor Schulbeginn Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Vertreter der Stadtverwaltung, der Grundschule Kammer, der Polizei, des RVO (Regionalverkehr Oberbayern), des Elternbeirats und des Dorfentwicklungsvereins Kammer-Rettenbach vor Ort an der betroffenen Fußgängerampel.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer diskutierte mit den Anwesenden, darunter Rektor Alexander Fietz, und hörte sich deren Sorgen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge an. OB Hümmer: „Die Sicherheit der Schulkinder steht für uns an erster Stelle. Wir werden deshalb als Sofortmaßnahme im Bereich der Ampelanlage eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h einrichten und zur Sensibilisierung der Autofahrer an den kritischen Stellen so genannte Verkehrsbeeinflussungsgeräte (Geschwindigkeitsanzeigen mit Smiley) aufstellen. Wir werden hierzu das entsprechende Verfahren umgehend einleiten.“

Folgende Maßnahmen zur Vermeidung von Schulbusunfällen wurden bei dem Ortstermin ins Auge gefasst: Schulbusse halten in größerem Abstand von der Fußgängerampel entfernt, um die Ampel nicht zu verdecken; die Schüler werden angewiesen, den Zebrastreifen erst dann bei „Grün“ zu überqueren, nachdem der Bus weitergefahren ist; zu den Schulwegzeiten wird ein Schülerlotse eingesetzt; in dem betroffenen Bereich wird Tempo 30 eingerichtet; die Rotlichtphase für den fließenden Verkehr wird verlängert, damit die Fußgänger länger Zeit haben, die Fahrbahn zu überqueren.

Polizeihauptkommissar Peter Zitzelsperger (Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Traunstein) stellte eine Intensivierung der Geschwindigkeitsüberwachung durch die Polizei und durch die kommunale Verkehrsüberwachung der Stadt Traunstein sowie die Überwachung von Rotlichtverstößen in Aussicht. Als bauliche Maßnahme wäre der Umbau der Ampelanlage auf so genannte Peitschenmasten zur besseren Erkennbarkeit der Ampel denkbar. Alle Verbesserungsmöglichkeiten werden nun auf Umsetzbarkeit geprüft.

 

Veröffentlicht am 09.10.2020
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