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Sauber Kehren ohne Mikroplastik

Bauhof der Stadt Traunstein setzt auf Kehrbesen ohne Kunststoff

Die Kehrmaschinen des Bauhofs der Stadt Traunstein kehren im wahrsten Sinne des Wortes „sauber“: Die Mitarbeiter verwenden künftig Kehrbesen mit Borsten aus natürlichen Materialien statt aus Kunststoff. Dadurch entsteht bei der Säuberung von Traunsteins Straßen kein Mikroplastik mehr.

Sechs neue Kehrbesen erwartet Betriebsleiter Hermann Mitterer in den nächsten Tagen. Die Borsten der neuen Besen bestehen zu drei Vierteln aus Maisstärke und alle Komponenten sind biologisch abbaubar.

Mikroplastik ist in aller Munde. Über viele verschiedene Wege, wie zum Beispiel dem Abrieb von Autoreifen, gelangen diese kleinen Plastikteilchen in die Natur: in unser Grundwasser, in Flüsse, Seen und Meere. So klein diese Teilchen sind, so gefährlich können sie sein, denn sie ziehen Schadstoffe und Erreger an. Tiere nehmen sie über die Nahrung auf und somit auch der Mensch. Die Auswirkungen, die Mikroplastik auf den Menschen hat, sind noch nicht erforscht.

Als eine der ersten Kommunen in der Region setzt die Stadt Traunstein ein Zeichen gegen Mikroplastik. „Jeder kann einen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, sagt Oberbürgermeister Christian Kegel. „Wir als Stadt geben unser Bestes, das auch umzusetzen. Die Mehrkosten von etwa 30 Prozent gegenüber den herkömmlichen Kunststoffbesen sind es uns wert.“

Die neuen Besen werden an den beiden Kehrmaschinen des Bauhofs montiert. Diese sind jeden Tag im Einsatz und säubern die Straßen und Gehwege der Stadt von Schmutz und Unrat. Der Vorrat an sechs Kehrbesen reicht für etwa zwei Monate. Danach wird Bilanz gezogen, ob das neue Material endgültig eingesetzt werden kann. Betriebsleiter Hermann Mitterer ist zuversichtlich: „Wir erwarten keine Qualitätseinbußen, da auch andere Kommunen damit sehr zufrieden sind.“

Veröffentlicht am 19.03.2020
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