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Seniorenbeiratswahl 2020 - Vorstellung der Kandidaten

Zwölf Kandidatinnen und Kandidaten möchten in den Seniorenbeirat gewählt werden

In dieser Woche hat die Stadtverwaltung rund 6000 Briefwahlunterlagen für die Seniorenbeiratswahl 2020 verschickt. Wahlberechtigt sind alle Traunsteiner Bürgerinnen und Bürger, die am Wahltag (1. Juni 2020) das 60. Lebensjahr vollendet haben, mit Hauptwohnsitz in Traunstein gemeldet sind und nicht vom Wahlrecht, zum Beispiel durch Richterspruch, ausgeschlossen sind.

Für die Seniorenbeiratswahl haben sich zwölf Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen lassen. Hier stellen sie sich vor:

Otto Blaß

„Ich wurde im Jahr 2008 erstmals in den Seniorenbeirat gewählt und bin seitdem ununterbrochen Mitglied. Ich war bis zu meinem Ruhestand Geschäftsführer in der Gewerkschaft ÖTV und über 40 Jahre ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung. Mein Motto: Hilfe und Rücksichtnahme auf Senioren als Bürger mit besonderen, altersbedingten Problemen.“

Ingrid Buschold

„Ich war in Baden-Württemberg Lehrerin an einer Schule für geistig Behinderte, Ortschaftsrätin einer kleinen Gemeinde und Mitglied im Ausschuss eines Sportvereins. In Traunstein engagiere ich mich im Organisationsteam der Traunsteiner Tauschbörse. Da ich mich in Traunstein sehr wohl und angekommen fühle, möchte ich meine Erfahrungen, welche ich in der Kommunalpolitik gesammelt habe, zum Wohle der Traunsteiner Seniorinnen und Senioren einbringen und ihre Interessen wahrnehmen und vertreten.“

Dr. Brigitte Grimm

„Mein Name ist Brigitte Grimm, Dr. med. vet. Tierärztin i.R. Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und drei Enkelkinder. Seit 46 Jahren bin ich Wahl-Traunsteinerin und wohne im Ortsteil Wolkersdorf. Seit Gründung des Seniorenbeirats 2008 bin ich dort Mitglied. Weil ich von der bisherigen Arbeit des Gremiums überzeugt bin, habe ich mich erneut zur Wahl gestellt. Ich bin bereit, mich weiterhin für die Anliegen, Wünsche und Probleme der Traunsteiner Senioren einzusetzen. Parteipolitisch bin ich ungebunden.“ Dem künftigen Seniorenbeirat wünsche ich eine genau so gute Zusammenarbeit mit dem neuen OB und dem Stadtrat wie in den vergangenen Perioden zum Wohl der Senioren.“

Dipl.-Ing. Walter Kapfelsperger

„Mein Beweggrund ist die Hoffnung, in Traunstein Dinge umzusetzen, die für mich als Einzelperson bisher nur unzureichend durchführbar waren. Dies sind vor Allem: Einrichtung eines gemeinsamen Bankautomaten der Postbank, Sparkassen und Volksbanken im Norden Traunsteins; bargeldlose Bezahlung in allen Traunsteiner Geschäften; sichere und praktikable Übergänge (an der Ampel maximal 30 Sekunden warten) und Wege in Haidforst und Empfing zum Gewerbegebiet und in die Stadt, auch für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollatoren; durchgehende Beleuchtung von und in Empfing entlang der Traun bis zum Stadtzentrum; schnelle Aufstiegshilfen in Haidforst und Empfing und in der Rathaus-Tiefgarage mit Parkdeck P1 und P2; gelben Tonnen für Personen, die aufgrund ihres Alters den Pkw nicht benutzen sollen.“

Georg Niederbuchner

„Ich bin 75 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder und drei Enkelkinder. Beruf: Kfz-Meister-Serviceleiter und Lehrlingsausbilder bis zum Ruhestand. Zur Gründung eines Seniorenbeirates wurde ich als damaliger VdK-Vorsitzender eingeladen. 2008 wurde ich in den Seniorenbeirat gewählt. In den vergangenen Jahren wurden viele Hilfen für die Senioren in der Stadt vorangebracht. Unser Hauptthema war ein barrierefreies Traunstein. Wir haben auch viele Projekte angeregt. Mit unserer damaligen Seniorentheatergruppe konnten wir viele ältere Menschen erfreuen. Mein Wunsch war immer ein generationenfreundliches Miteinander in Traunstein. Warum kandidiere ich wieder? Ich möchte mich auch weiterhin für die älteren und behinderten Menschen einsetzen. Seit 2002 bin ich ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht München und setze mich für die Belange der bedürftigen und behinderten Menschen sein.“

Johanna Rainer

„Ich wurde 1943 als zweites von vier Kindern geboren. Als Kriegerwitwe musste meine Mutter immer arbeiten. Sie heiratete noch einmal und pachtete zusammen mit dem Stiefvater 1951 den Gasthof zum Demmel neben dem Rathaus am Stadtplatz. Ich erinnere mich, dass sich die Stadträte öfter nach den Sitzungen bei uns im Wirtsgarten trafen. Nach meiner Heirat im Jahr 1965 arbeitet ich in Traunstein als Verkäuferin. Nach der Geburt meiner Töchter Gabriele und Cornelia übernahmen wir den Laden meiner Schwiegermutter in der Scheibenstraße und gründeten 1972 eine Süßwaren-Groß- und Einzelhandel. Als mein Mann später starb, musste ich das Geschäft leider aufgeben. Jetzt habe ich Zeit zum Wandern rund um unsere Stadt. Ich war von 2017 bis 2020 bereits Mitglied im Seniorenbeirat und würde diese ehrenamtliche Arbeit gerne weiter übernehmen.“

Wolfgang Ruetz

„Nach vielen berufsbedingten Umzügen wegen meiner Außendiensttätigkeit wohne ich nun als ‚Zugereister‘ seit fünfeinhalb Jahren in Traunstein. Im Sport und Vereinsleben ist es mir gelungen, viele neue Kontakte zu knüpfen und eine gewissen ‚Unruhestand‘ aufrechtzuerhalten. So soll meine Hilfe nicht nur Hilfe, sondern auch Dank sein an alle, denen ich inzwischen in Traunstein verbunden bin.“

Oswald Schraml

„Ich bin 66 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder und sechs Enkelkinder. Vor meinem Rentenantritt arbeitete ich über 25 Jahre als erwaltungsangestellter im öffentlichen Dienst. Durch die gewonnene Freizeit als Rentner möchte ich gern einen Teil davon in die Gesellschaft einbringen. Seit jeher bin ich der Meinung, dass man nicht nur etwas erwarten kann, sondern auch bereit sein muss zu geben. Mit offenen Augen und Ohren möchte ich aktiv sein, Ideen entwickeln und mich für die Belange älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen. Im Seniorenbeirat habe ich die Möglichkeit, die Interessen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu vertreten sowie Anregungen und Vorschläge der Seniorinnen und Senioren zur Sprache bringen, um gemeinsam mit der Verwaltung oder anderen Institutionen für die sich stellenden Fragen Lösungen finden. Meine Schwerpunkte sehe ich, wenn ich gewählt werden: Seniorengerechtes, barrierefreies Leben und Wohnen, Hilfe bei Behördengängen und öffentlichen Einrichtungen, Nachbarschaftshilfe, seniorengerechte Freizeitangebote wie zum Beispiel geführte Wanderungen oder Nostalgiekino. Die Mobilität für ältere Menschen ist ein wichtiger sozialer Bestandteil des Lebens, um sich versorgen zu können und Kontakte zu pflegen. Die Benutzung des Fahrrades sowie E-Bikes bietet zudem die Möglichkeit, sich an frischer Luft fit zu halten.“

Ernst Schropp

„Ich bin Rentner, war früher Tankstellenpächter.  Gerne würde ich meine beruflichen wie die bereits im sehr kollegial arbeitenden Seniorenbeirat von 2017 bis 2020 gesammelten Erfahrungen in die Arbeit des neuen Seniorenbeirates weiter einbringen. So gelang es zum Beispiel 2019 bessere Hinweise für den barrierefreien Weg zum Bahnhof für Rollstuhlfahrer (und damit auch Kinderwagen!) zu verwirklichen. Ich weiß wie wichtig älteren Menschen die gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung ist, schließlich hat deren Lebensleitung wesentlich mitgeholfen, unseren jetzigen Lebensstandard zu erarbeiten. Nach der ‚Corona-Zeit‘ halte ich es für besonders wichtig, darauf zu achten, dass die berechtigten Interessen aller Generationen, also auch die der Senioren, gleichwertig berücksichtigt werden. So dient der Rufbus zum Beispiel nicht nur den Seniorinnen und Senioren; er ist als umweltfreundliches und flexibles Verkehrsmittel zu erhalten! Besonders möchte auch darauf achten, dass besonders die Themen ‚Wirken gegen Altersarmut, Verbesserungen für die Pflegenden und die Gepflegten sowie sichere und barrierefreie Fußwege‘ nicht zu kurz kommen.“

Erhard Tausch

„Ich bin pensionierter Berufssoldat, 65 Jahre alt, seit 1976 verheiratet und wohne seit 1998 in Traunstein. Aus dieser Ehe habe ich auch einen Sohn. Ich bin sehr gern und auch noch sehr viel zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der freien Natur und gehe auch noch oft in die Berge. Eine Beiratstätigkeit wäre für mich nichts ganz Neues, war ich doch für zirka fünf Jahre in einem Seelsorge-Bezirksrat der Bundeswehr tätig. Meine Beweggründe für eine Kandidatur als Seniorenbeirat: Ältere Menschen, Seniorinnen und Senioren, sind genauso ein Teil unserer Gesellschaft mit den gleichen Rechten wie alle anderen Menschen auch und sollten deshalb auch genauso angesehen und akzeptiert werden. Manchmal brauchen diese Menschen halt Leute, die sich für ihre Rechte oder Anliegen einsetzen, und das ist für mich ein Grund, um für den Seniorenbeirat zu kandidieren. (Ich kann das, glaube ich, beurteilen, da meine Mutter in einem Seniorenheim lebt).“

Horst Trüdinger

„Weit vielen Jahrzehnten engagiere ich mich in verschiedenen sozialen Bereichen der Gesellschaft, so auch bei der Caritas und der Stadt Traunstein. Als Pensionär ist mir auch daran gelegen, die vielseitigen beruflichen Erfahrungen als Diplom-Verwaltungswirt und ehemaliger Fachaufsichtsprüfer der Bundeswehr einzubringen, um den besonderen Interessen, Anliegen und Belangen der älteren Menschen in der Stadt Traunstein gerecht zu werden. Als gesellschaftspolitisch interessierte und kritisch hinterfragende Person möchte ich die berechtigten Anliegen der vielschichtigen und breit gefächerten Seniorinnen und Senioren zielführend auf der Basis unserer Verfassung an den Traunsteiner Stadtrat herantragen. Die Mitwirkung im Seniorenbeirat sehe ich als pragmatische und gewinnorientierte Aktivität und Herausforderung für die Generation der älteren Menschen an, die einen Großteil unserer Gesellschaft darstellen und deren berechtigten Interessen angemessenes Gehör zu verschaffen ist.“

Johannes Weinen

„Ich bin 66 Jahre alt. Ich war 36 Jahre beim Bayerischen Bauernverband beschäftigt, dort in der Beratung (in erster Linie Sozialberatung, aber auch in der Steuerberatung der Landwirte) tätig. Des Weiteren war ich mit Stellungnahmen in der kommunalen Planung beschäftigt. Über 25 Jahre lang erteilte ich Unterricht in den Fächern Sozialkunde, Rechtslehre und Steuerkunde an Fachschulen. Mein Beruf ist Techniker für Landwirtschaft. Seit Februar 2018 bin ich im Ruhestand. In der Arbeit im Seniorenbeirat möchte ich mich gerne für die Barrierefreiheit in der Stadt, die Interessen von alten, aber auch jungen Menschen in der Stadt sowie soziale Belange einsetzen.“

 

Veröffentlicht am 13.05.2020
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