Vielfältige Hilfe für Senioren

Der Seniorenbeirat der Großen Kreisstadt informierte über wichtige Themen

Mit einem bunten Strauß an Themen befasste sich der Seniorenbeirat der Großen Kreisstadt bei seinem jüngsten Treffen. Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Ingrid Buschold stellte Veronika Hümmer als Schirmherrin die Hilfsaktion „…die im Dunkeln sieht man nicht“ vor. Die Ehefrau des Oberbürgermeisters hat das Ehrenamt 2020 übernommen. Leitmotiv ist die möglichst unbürokratische finanzielle Unterstützung bedürftiger Traunsteiner. Die Bedürftigkeit wird im Vorfeld durch die Kämmerei geprüft. Im letzten Jahr konnten 138 Personen mit knapp 64.000 Euro unterstützt werden.

Zu der wachsenden Zahl von Empfängern zählen vor allem Alleinstehende, dazu Alleinerziehende, Familien mit Kindern und Paare. Die Gründe für eine Hilfsbedürftigkeit sind vielfältig und reichen von Arbeitslosigkeit und Krankheit über Altersarmut bis hin zu Schwerbehinderung. Große Resonanz finden vor allem die Weihnachts- und Osteraktionen und die persönlichen Besuche durch Veronika Hümmer.

Die Unterstützung reicht dabei von Lebensmitteleinkäufen und Arztzuzahlungen über eine neue Waschmaschine bis hin zum Lastenfahrrad für ein schwerkrankes Kind oder die Anschaffung eines behindertengerechten Fahrzeugs. Die Aktion kooperiert dazu auch mit anderen Vereinen und Einrichtungen. Veronika Hümmer bat die Anwesenden um Sensibilität im eigenen Umfeld, da Betroffene sich aus Scham oft nicht selbst melden würden. In der Diskussion kam die Frage, ob man nicht Bedürftigen in Kooperation mit dem Einzelhandel einen Nachweis ausstellen könne, um Preisnachlässe zu bekommen.

Ziele, Aufgaben und Angebote der Seniorenseelsorge im Dekanat Traunstein beleuchtete im Anschluss Barbara Burghartswieser. Die Gemeindereferentin ist regional zuständig für die fünf Pfarrverbände Oberes Achental, Grassau, Übersee, die Stadtkirche Traunstein und den Pfarrverband Hl. Franz von Assisi. Sie erläuterte, dass die Seniorenseelsorge im Dekanat breit und konfessionsoffen aufgestellt sei. Angeboten werden Begegnungs- und Vernetzungsmöglichkeiten, Haus- und Heimbesuche sowie persönliche Begleitung.

Die umfassend geschulten Seelsorger seien Ansprechpartner für Senioren und deren Angehörige, für Pflegepersonal sowie für Ehrenamtliche in Pfarreien und Heimen. Konkrete Angebote reichen von Gottesdiensten in Heimen und für an Demenz erkrankte Personen samt Angehörigen über Vernetzungstreffen sowie Kurse für Ehrenamtliche bis hin zur Gestaltung von Seniorennachmittagen und zur Sterbebegleitung. Burghartswieser informierte auch über eine neue DemenzGuide-App für Angehörige mit wertvollen Informationen.

Im Veranstaltungs-Rückblick erinnerten Ingrid Buschold und 2. Vorsitzender Wolfgang Ruetz an die große Resonanz des Präventionskabaretts mit Kriminalkommissar Busch und den Austausch mit Schülern beim Demografietag auf dem Maxplatz. Positive Resonanz rief die Vorstellung des Vereins „Vergissmeinnicht“ zur Unterstützung Bedürftiger durch die 1. Vorsitzende Birgit Sailer beim Runden sozialen Tisch hervor. Wichtige Anhaltspunkte über Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner brachte im Oktober ein Workshop zum Quartiersmanagement in der Au auf den Tisch.

Uwe Wieteck berichtete, dass sich die zwei Handykurse für Senioren in Kooperation mit der VHS zu einem Renner entwickelt haben und viele gute Informationen über Telefonie, Fotografie, das Versenden von Textnachrichten mit WhatsApp und die Internetsuche vermitteln. Sie sollen deshalb fortgesetzt werden. Stadträtin Monika Stockinger verwies auf die Aktion „Weihnachten gemeinsam feiern“ an Heilig Abend von 18.30 bis 22.30 Uhr im Vereinshaus. Nach dem großen Erfolg 2024 mit 80 Besuchern soll die kostenlose und überkonfessionelle Aktion heuer wiederholt werden.

Dass die öffentlichen Toiletten am Maxplatz immer wieder verschlossen seien, kritisierte Jürgen Maier. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer erklärte, dass die Toiletten grundsätzlich dreimal am Tag gereinigt würden, was die Stadt einen sechsstelligen Betrag koste. Trotzdem komme es immer wieder zu „groben Verschmutzungen“, die eine Schließung nach sich zögen. Er verwies auf die vom Seniorenbeirat ins Leben gerufene „Nette Toilette“, bei der man die mit einem Aufkleber ausgewiesenen Toiletten in Gaststätten und auch im Rathaus kostenlos benutzen könne.