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Luftaufnahme Innenstadt
Brücke Haslacher Mühlbach_Willy Reinmiedl.jpg

Salinenstadt mit Salzgeschichte(n)

Am einfachsten lernen Sie die Traunsteiner Salzgeschichte bei einer Führung auf dem Salinenweg kennen.

Im Jahr 2019 feiert die Stadt Traunstein das 400-jährige Jubiläum der Soleleitung und des ersten Suds. Anlässlich dieses Festes wird der neue Salinenpark eröffnet und auch so warten auf Gäste und Einheimische viele verschiedene Veranstaltungen. Sie sind schon jetzt herzlich eingeladen.
Man kann sagen, das „weiße Gold“ war bis zum Ende des Mittelalters der Wirtschaftsfaktor schlechthin für die Stadt Traunstein. Bis ins Jahr 1912 wurde hier Salz gesiedet. Und noch heute prägt die Salzvergangenheit das Bild der Stadt.

Am Oswaldtag im Jahre 1619 wurde in Traunstein der Betrieb der Saline aufgenommen. Bis dahin profitierte die Stadt schon vom Salzhandel. Aber ab diesem Zeitpunkt wurde das „weiße Gold“ vor Ort in der Au hergestellt. Dem voraus ging eine technische Meisterleistung: Hofbaumeister Hans Reiffenstuel und sein Sohn Simon konstruierten die erste Pipeline der Welt. In ihr wurde das flüssige Salz, die Sole, in Deicheln von Bad Reichenhall zur Saline nach Traunstein gepumpt.

1786/87 expandierte die Saline. Kurfürst Karl Theodor beauftragte den Bau einer größeren Siedeanlage. So entstand das nach ihm benannte, kreuzförmige Sudhaus. Hinzu kamen weitere Neubauten wie Brunnhaus und Magazingebäude. Viele der damaligen Salinenhäuser sind heute noch im Original zu sehen. Erhalten ist auch die vermutlich größte Kapelle Deutschlands, die als eindrucksvolles Gebäude aus der damaligen Zeit in der Au zu besichtigen ist. Aber auch an anderen Stellen in Traunstein sind Bauwerke erhalten, die auf die prägende Salzvergangenheit deuten. Das sind zum Beispiel der Rupertusbrunnen am Maxplatz und die Nepomukkapelle am Ende des Triftwegs. Sehr schön anzuschauen und noch im Original erhalten ist die Mitte des 16. Jahrhundert erbaute Herberge für die Triftknechte, das so genannte Hößenstöckl.

Chef der damals noch eigenständigen Saline in der Au war der Salzmaier. Er hatte eine hohe gesellschaftliche Position. Das beweist eine Prozessionsordnung aus dem 17. Jahrhundert. Dort heißt es, dass voraus erst der Pfleger, der Salzmaier und der Kastner gingen. Erst an elfter Stelle folgten die Bürgermeister und am Ende „die acht vom äussern Raht“.
Und noch heute ist der Salzmaier in der Stadt unterwegs und zeigt allen Besuchern sein Reich.

Kontakt:

Tourist-Information Traunstein

Stadtplatz 39
83278 Traunstein
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Telefon: +49 (0) 861/65-500

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 08:00 bis 17:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 12:00 Uhr

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