Die Kraft der Gemeinschaft spüren

Quartiersmanagerin Karin Drexler stellte neuen Gemeinschaftsraum für Aktivitäten

Wie aus der „Kraft der Gemeinschaft“ wichtige neue Impulse für das Stadtleben entstehen können, darüber informierte die neue Quartiersmanagerin Dipl.-Ing. Karin Drexler in ihrem Bericht bei der letzten Sitzung des Traunsteiner Seniorenbeirats. Die Architektin und Mediatorin hat unter anderem in Wien und New York gelebt, ist seit zehn Jahren als Quartiersentwicklerin tätig und seit Juli letzten Jahres bei der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt beschäftigt.

Ein wichtiger Anker- und Ausgangspunkt ist nach ihren Worten der neue Gemeinschaftraum am Salinenpark im Stadtteil Au. Bereits zur Einweihung im vergangenen Sommer war die Resonanz mit knapp 100 Interessierten viel größer als gedacht. Bis Jahresende wurden im Rahmen von drei Workshops im Zuge des Projekts „Demokratiefeste Kommune“ mit Jung und Alt sowie externen Referenten die Bedürfnisse der Bewohner sowie Ideen und Ziele für weitere Aktivitäten erarbeitet.

So soll der Gemeinschaftsraum künftig als Treffpunkt für alle Generationen und Bürger aus allen Stadtteilen sowie für die verschiedensten Veranstaltungen, Aktivitäten und Interessensgruppen genutzt werden. Etwa für Tauschbörsen, Jugend-, Tanz- und Kochabende, Kulturveranstaltungen oder Sporttreffs.  Um dies zu organisieren, ist eine Vereinsgründung im Frühjahr geplant.

Zentrale Anliegen sind nach den Worten von Quartiersmanagerin Karin Drexler, „miteinander ins Gespräch zu kommen und die Kraft der Gemeinschaft zu spüren“. Dies helfe auch dabei, die anstehenden Veränderungsprozesse in der Gesellschaft – etwa in punkto Wohnen, Mobilität, Arbeitswelt oder Familienstrukturen – besser bewältigen zu können. Weitere Termine seien am 21. März ein Workshop zum Thema „starke Demokratie“ und am 16. Juni ein Erzählcafé mit „Geschichten aus der Au“. Der Seniorenbeirat will ergänzend dazu seine Sprechstunden vom Rathaus in den barrierefreien Gemeinschaftsraum verlagern (ab 4. Februar) und dort auch ein digitales Café für Senioren anbieten.

Näheres dazu stellte Uwe Wietek vor. Wie er sagte, könnte ein digitales Café im 14-tägigen Rhythmus die stark nachgefragten VHS-Kurse für Senioren über den Umgang mit Handy und Tablet ergänzen, um dort gezielter auf ergänzende Fragen eingehen zu können. Aus dem Publikum kamen Fragen, ob Bewohner auch aus der Einsamkeit der Wohnung abgeholt werden könnten oder es Sprechstunden etwa zu Pflegeproblemen gebe. Die Vorsitzende Ingrid Buschold schlug vor, einen Abholservice durch die Quartiersmanagerin zu prüfen. Karin Drexler ergänzte, dass ein Format für Sprechstunden mit externen Fachkräften geklärt werde.

Zum Thema Ratschbankerl informierte Ingrid Buschold, dass die erste Bank an der Salinenkapelle stehe, weitere sieben sollen heuer folgen. Ingrid Wolf von der Stadt erläuterte, dass für den am 4. März geplanten Seniorennachmittag im Kulturforum Kartenkontingente an Altenheimbewohner vergeben werden. Kostenlose Restkarten für Senioren seien ab Ende Februar in der Tourist-Info erhältlich. Der genaue Termin wird in der Presse bekanntgegeben. Für Schwung im Programm sorgen heuer Vereine aus Traunstein.

Aus den Seniorensprechstunden berichtete Uwe Wieteck über die Problematik von Sehbehinderten im Umgang mit dem Handy. Über mögliche Kursangebote soll Anfang Februar in einem Gespräch mit dem Bayerischen Blindenbund beraten werden. Wolfgang Ruetz wies auf die heuer anstehenden Neuwahlen des Seniorenbeirats und die Suche nach neuen Kandidaten hin. Ein Thema waren auch die im Winter teilweise vereisten und schlecht geräumten Radwege. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer verwies dazu auf die Kapazitätsgrenzen der Bauhof-Mitarbeiter beim Räumdienst. Die nächsten Seniorensprechstunden sind am 4. Februar und am 18. März, Seniorentreffs am 5. Februar und am 5. März.