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Aktuelle und künftige Kunstprojekte sowie Ausstellungen

Traunstein beteiligt sich am bayernweiten Festival kunst&gesund.

06.06. – 29.07. KOLLAPS. Offene Jahresausstellung des Kunstverein Traunstein. Forum des Bildungszentrums
St. Michael, Stadtpark, Kirchen, Landratsamt und Alte Wache
bis Ende Juli Kreisbilder von Heinrich Stichter in der Traunsteiner Pfarrkirche Hl. Kreuz

Schauplätze und Veranstaltungen zur Offenen Jahresausstellung „KOLLAPS“ Kunstverein Traunstein

Weitere Informationen zur Ausstellung "KOLLAPS":

Kunstverein Traunstein startet mit Mammutprogramm in den Sommer

Die offene Jahresausstellung des Kunstverein Traunstein findet auch in diesem Jahr in verschiedenen Häusern und an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum statt. Ursprünglich dem Umstand geschuldet, dass Städtische Galerie und Klosterkirche als Ausstellungsräumlichkeiten nicht verfügbar sind, hat der Kunstverein das Beste daraus gemacht und passende Räumlichkeiten und Orte gesucht und gefunden: am Campus St. Michael auf der Wartberghöhe sind bereits jetzt Skulpturen und eine interessante Bodeninstallation zu begutachten, während die anderen Ausstellungsorte nach und nach bestückt werden. Der Arkadengang des Stadtparks ist in diesem Jahr ausschließlich Fotografien vorbehalten. Neben der Alten Wache im Traunsteiner Rathaus wird im Landratsamt auf zwei Etagen ausgestellt und auch die kath. Kirche Hl. Kreuz und die evangelische Auferstehungskirche zeigen sich offen für die Kunst.

Der Kunstverein Traunstein hat sich viel vorgenommen, denn neben den sechs Ausstellungorten, die komplett bestückt ab 5. Juli zu sehen sind, gibt es im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage eine ganze Fülle an interessanten Einzelveranstaltungen, darunter Führungen, Gesprächsrunden in der KUNSTSPRECHSTUNDE, ein Konzert mit Neuer Musik, eine Live-Zeichenperformance, ein Kunstprojekt, das die Bevölkerung mit einbezieht und ein literarisch-bildnerisches Gemeinschaftsprojekt mit den Chiemgauautoren. Das verbindende Thema für Ausstellungen und Veranstaltungen lautet: KOLLAPS. „Kollaps" bezeichnet weit mehr als einen körperlichen Zusammenbruch im medizinischen Kontext. Mittlerweile spricht man auch von einem Kollaps, wenn von einem politischen, wirtschaftlichen oder finanziellen Absturz eines Systems die Rede ist oder die persönliche Dramatik eines gescheiterten Lebensentwurfes zum Ausdruck gebracht werden soll. Die apokalyptische Vision birgt jedoch meist auch die Möglichkeit und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Die Künstlerinnen und Künstler des Kunstverein Traunstein widmen sich in ihren Skulpturen, Bildern, Fotografien, Objekten und Installationen diesem anspruchsvollen und hochaktuellen Thema und laden zu einer Auseinandersetzung ein - in verschiedene Ausstellungsräumlichkeiten und im öffentlichen Raum.

Auf dem Campus St. Michael auf der Wartberghöhe sind eine Bodeninstallation, eine Skulpturengruppe und eine Einzelfigur bereits zu sehen. Die anderen 5 Ausstellungsorte werden im Laufe der nächsten Wochen bespielt.

Im Rahmen seiner Jahresausstellung unter dem Motto „Kollaps“ hatte der Kunstverein Traunstein den Rimstinger Künstler Michael Feuchtmeir zu einer Zeichenperformance eingeladen. Der Künstler, der auch als Schauspieler und Bühnenbildner in Erscheinung tritt, ließ das anwesende Publikum teilhaben an einem spontan, aus dem Augenblick heraus entwickelten, weitgehend ungeplanten Zeichenprozess. Dabei war es für das faszinierte Publikum nicht nur spannend dem Künstler dabei zuzusehen, wie sich mit wenigen Strichen abstrakte Formen in figürliche Malerei und umgekehrt transformieren, sondern ganz beiläufig wurden dabei auch jede Menge Erkenntnisse über die menschliche Wahrnehmung und das menschliche Bedürfnis nach linearer Geschichtenerzählung und narrativer Konsequenz anschaulich und erlebbar freigesetzt.
Die Installation von Michael Feuchtmeir mit Arbeitsmaterial und Tafel sind noch bis Ende der Ausstellung am Sonntag, 29. Juli in der Wache, täglich von 13 bis 18 Uhr zu sehen.

Künstlergespräch am 10.07. mit Helmut Mühlbacher (Bodenskulptur „Aufbruch“)

Was ist hier geschehen? Wie von einer unsichtbaren Kraft bewegt, erhebt sich in einem Rasenstück auf dem Campus St. Michael ein großes unregelmäßig viereckiges Wiesenstück aus der Fläche heraus. Der Künstler Helmut Mühlbacher hat mit seiner Bodeninstallation „AUFBRUCH" ein beeindruckendes Sinnbild für eine zunehmend unsicher gewordene Welt geschaffen. Nur bis etwa 30 Zentimeter ragen die Ecken über das vorhandene Bodenniveau hinaus, beziehungsweise tauchen in den Boden ein. Die destabilisierende Wirkung der präzise geformten, mit unbehandelten Stahlbändern eingefassten schiefen Ebene ist jedoch enorm, stellt sich doch unmittelbar der Eindruck ein, dass hier etwas vormals Stabiles bedenklich aus dem Gleichgewicht geraten ist und sogar zu kippen droht. Die Bodenarbeit „AUFBRUCH" des Traunsteiner Konzeptkünstlers ist als interaktive Skulptur entworfen, die begehbar ist, und mit allen Sinnen wahrgenommen werden kann. Das Gefühl der unmittelbaren Verunsicherung kann jeder für sich allein erleben, gut denkbar ist es aber auch, dass dieser neue Kunstschauplatz für Theatervorführungen, Lesungen und Konzerte wie eine Bühne genutzt wird und somit einer weiterführenden Auseinandersetzung dient.

Eine gute Gelegenheit, sich mit dem Künstler über sein Konzept zu unterhalten und die Wirkung der Bodenskulptur selbst zu testen, gibt es am Dienstag, 10. Juli um 19 Uhr, beim Künstlergespräch, das im Rahmen der KOLLAPS-Ausstellung des Traunsteiner Kunstvereins und als Programmpunkt der Chiemgauer Kulturtage veranstaltet wird.

Konzeptkünstler Helmut Mühlbacher hat am Campus St. Michael eine Bodenskulptur geschaffen, die begehbar ist.

Freiluft-Ausstellung mit Digitaldrucken auf Polystrolplatten

Zu einer Freiluft-Ausstellung lädt der Kunstverein Traunstein derzeit in den Stadtpark in Traunstein ein. Dort sind unter den Arkaden die Fotografien (Digitaldrucke auf Polystrolplatten) zur diesjährigen Offenen Jahresausstellung zum Thema „Kollaps" wirkungsvoll platziert. Der Stadtpark ist neben Rathaus, Landratsamt, evangelische Auferstehungskirche, Pfarrkirche Hl. Kreuz und Campus St. Michael einer von sechs temporären Kunstschauplätzen, die im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage, zu entdecken sind.

Die Kreisbilder von Heinrich Stichter in der Hl. Kreuz-Kirche

Eine Besonderheit in der diesjährigen Jahresausstellung des Kunstverein Traunstein stellt die Präsentation von zwölf großformatigen, nahezu quadratischen Bildern des Künstlers Heinrich Stichter in der katholischen Pfarrkirche Hl. Kreuz in Traunstein dar.
Heinrich Stichter unternimmt in seinem seit Jahrzehnten konsequent weiterentwickelten Werk den radikalen Versuch, die Kunst aus jeglicher Abhängigkeit von einer nachzubildenden Vorlage und sei dies auch nur eine abstrakte Ordnungsvorstellung zu befreien. Bis ins Detail hinein ist das vollendete Bild bei diesem Maler ein unmittelbarer Ausdruck von Dynamik, Spontaneität und Intensität, gezügelt durch einen souverän gelenkten Bildaufbau. Die bildkonstituierenden Mittel treten miteinander in ein nie abgeschlossenes Gespräch, sind nicht nur in sich verschränkt, sondern drängen mit ihrem reliefhaft dicken Farbauftrag nach vorne in den Betrachterraum und lassen den Blick gleichzeitig nach hinten in die Tiefe fallen.
Ein eindrucksvolles Zeugnis seiner nicht versiegenden Schaffenskraft legt der 78-jährige Künstler nun mit einer Auswahl an Kreisbildern vor, die in der ungewöhnlichen Architektur des sakralen Rundbaus von Hl. Kreuz und korrespondierend mit den dort permanent gezeigten Tafeln der Kreuzwegstationen hervorragend zur Geltung kommen und ihre intensive Ausstrahlung und Kraft entfalten.

Zu sehen sind die Kreisbilder von Heinrich Stichter in der Traunsteiner Pfarrkirche Hl. Kreuz bis Ende Juli.

In der Hl. Kreuz-Kirche in Traunstein sind im Rahmen der Offenen Jahresausstellung des Kunstvereins zwölf Kreisbilder von Heinrich Stichter zu sehen.
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