Auftaktveranstaltung für LANDSTADT BESTAND

Rund 170 Menschen starten gemeinsam in den Beteiligungsprozess

Zur Auftaktveranstaltung im Rahmen des Förderprojekts LANDSTADT BESTAND war das Vereinshaus voll: Rund 170 Personen folgten der Einladung der Stadt und kamen unter dem Motto „Untere Stadt – Gemeinsam Wandel gestalten" zusammen. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Landtagsabgeordneter und Stadtrat Konrad Baur, Projektleiter Richard Hagenauer und Dr. Sonja Rube von LOTS* - USP Projektteam begrüßten die Gäste.

Der Abend bestand aus zwei Workshop-Teilen. Im ersten Teil schauten die Teilnehmer gemeinsam auf die Untere Stadt: Welche Orte funktionieren heute schon gut? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Dafür lag unter anderem ein großes Luftbild bereit. Mit Stäben und Zetteln setzten die Besucher ihre Anmerkungen direkt an die Orte und kamen miteinander und den Projektverantwortlichen ins Gespräch.

An der Unteren Stadt besonders geschätzt wird das Heimatgefühl, die Vielfalt der Menschen, die attraktive Wohnlage zwischen Stadtplatz und Traun und der eigene Charakter mit kleinteiliger, oft historischer Bebauung. Handlungsbedarf sehen viele hingegen beim Verkehr: Die vielen Autos und der Schwerverkehr auf der Scheiben- und Schützenstraße sind für Fußgänger ein Problem. Dazu kommen tagsüber großer Parkdruck mit Wildparkern und Parksuchverkehr, aber auch Leerstand und Sanierungsbedarf bei Gebäuden und Infrastruktur.

Daran anknüpfend entwickelten die Teilnehmer in Kleingruppen erste Zukunftsbilder. Dabei fragten sie sich: Was soll erhalten bleiben, was kann sich verändern, und wie soll die Untere Stadt in Zukunft aussehen und sich anfühlen?

Sehr deutlich  wurde der Wunsch einer Verkehrsberuhigung auf der Scheiben- und Schützenstraße und eine bessere Organisation der Parkplätze für Anwohnende. Außerdem wurden mehr Grün und weniger versiegelte Flächen genannt, mehr bezahlbarer Wohnraum sowie mehr Treffpunkte, Einkaufs- und Kulturangebote, die das Viertel beleben. Die Stimmung im Raum war offen und von Aufbruch geprägt: Viele fühlen sich ihrem Viertel eng verbunden und wollen es noch lebenswerter machen.

So geht es weiter

Das Luftbild mit den Kärtchen kann in den kommenden Wochen immer donnerstags in der bakery ergänzt werden, der ehemaligen Bäckerei in der Scheibenstraße 18. Nach Jahren des Leerstands ist dort ein offener Ort für Ateliers, Workshops, Ausstellungen und kleinere Veranstaltungen entstanden, den Initiator Wanja Ruoff mit viel Eigenleistung zum Leben erweckt hat. Die Stadt ist dort jeden Donnerstag mit dem Projekt vor Ort. 

Die Lenkungsgruppe - bestehend aus Vertretern von Gewerbebetrieben, der Stadt, der Feuerwehr und weiteren wichtigen Institutionen sowie Eigentümern - bespricht die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung und tauscht sich aus. Im Frühjahr 2027 wird es eine weitere Beteiligungsveranstaltung geben.