Stadt Traunstein saniert historischen Hauptkanal

Grabenloses Inliner-Verfahren reduziert die Bauzeit

Die Große Kreisstadt Traunstein saniert in den Sommerferien den historischen Hauptkanal unter dem Maxplatz und der Ludwigstraße. Der betroffene Kanalabschnitt verläuft vom Brothausturm über den Maxplatz bis zur Ludwigstraße auf Höhe der Herzog-Otto-Straße. Der gemauerte Kanal stammt aus dem Jahr 1901 und ist damit rund 125 Jahre alt.

Für die Sanierung kommt ein modernes, grabenloses Inliner-Verfahren zum Einsatz. Dabei wird ein mit Spezialharz getränkter Schlauch in den bestehenden Kanal eingezogen, an die Innenwand gepresst und anschließend ausgehärtet. Auf diese Weise entsteht innerhalb des alten Kanals ein neues, dauerhaft dichtes Rohr. Umfangreiche Aufgrabungen der Straßen- und Platzflächen können dadurch vermieden werden.

Die grabenlose Bauweise verkürzt die Bauzeit, reduziert Lärm und Schmutz und hält die Beeinträchtigungen für Anwohner, Besucher, Gewerbetreibende und den Verkehr möglichst gering. Gleichzeitig wird die Funktionsfähigkeit der Kanalisation für die kommenden Jahrzehnte gesichert. Die Stadt investiert 600.000 Euro in die Maßnahme. Die Arbeiten sollen bis zum Ende der Sommerferien und damit vor dem Schulbeginn abgeschlossen werden. 

Während der Arbeiten kann es abschnittsweise zu Einschränkungen auf der Fahrbahn sowie in Seiten- und Parkbereichen kommen. Der fließende Verkehr soll grundsätzlich aufrechterhalten werden. Die Erreichbarkeit für Müllentsorgung, Rettungsdienste und den öffentlichen Personennahverkehr wird bei der Bauabwicklung berücksichtigt.